Ulm/Neu-Ulm:

leicht bewölkt

leicht bewölkt
13°C/7°C

Rot bringt Glück fürs kommende Jahr

Silvester steht vor der Tür. Und vielleicht, ja vielleicht wird das neue Jahr glücklicher als das vergangene. Was Sie dafür brauchen. . .

NICOLE REUSS | 2 Meinungen

Ganz klar, für Glück zuständig ist der Schornsteinfeger. Ohnehin sollten sich Ulmer so langsam Gedanken machen, am 1. Januar 2013 fällt das Kehrmonopol, will sagen: Bürger können einen anderen Kaminkehrer als den Bezirksschornsteinfeger mit der Anlagen-Wartung beauftragen. Das nur am Rande bemerkt, in der Silvesternacht tuts auch einer aus Pfeifenreiniger. Einfach selber basteln, Material gibts im gut sortierten Bastelladen.

Oft steckt schon ein schwarzer Mann mit Zylinder im Oxalis deppeii, wie der vierblättrige Glücksklee botanisch korrekt bezeichnet wird. An kaum einer Supermarktkasse, bei keinem Floristen fehlen die Töpfchen dieser Tage, meist in Begleitung eines Pfennigs. Auch Schweinchen gibts jetzt praktisch überall - aus Marzipan, aus Schokolade, Stoff und überhaupt. Auf dem Teller, in der Silvesternacht gegrillt oder gebraten, soll Schwein - davon sind vor allem Kubaner überzeugt - ebenfalls für das nötige Quentchen Glück im neuen Jahr sorgen.

Wers mit den Spaniern halten will, deckt sich am letzten Wochenmarkt des Jahres - am Samstag von 6 bis 13 Uhr - mit Trauben ein. Zu jedem der mitternächtlichen Glockenschläge, die das neue Jahr einläuten, wird dort eine Weintraube verzehrt, jede einzelne mit einem Wunsch verschluckt. Indes: Endet das Glockengeläut ohne dass alle zwölf Trauben verzehrt sind, droht Ungemach. Gleiches gilt, so der Volksglaube, für all jene, die am 31. Dezember Geflügel zu sich nehmen. Achtung: Das Glück verfliegt!

Allemal besser sind da Linsen im Silvestermenü. Dann ist der Geldbeutel 2013 stets prall gefüllt. SWP-Redakteur Joachim Striebel etwa setzt auf "Alb-Leisa". Ob freilich "Späths Alblinse" I für Geldsegen sorgt, muss sich erst erweisen. Die speziellen Alb-Linsen galten lange als verschollen, wurden 2006 in einer Genbank in St. Petersburg wieder aufgespürt, und die "I" ist erst seit diesem Jahr wieder zu haben.

Liebe ohne Ende gewünscht? Dann rein in den roten Schlüpfer. "Wer um Mitternacht rote Dessous trägt, dem winkt Glück in der Liebe", sagt Sylvia Weber vom gleichnamigen Ulmer Wäschefachgeschäft. Indes: selber gekauft gilt nicht, der Schlüpfer muss geschenkt sein. . .

2 Kommentare

31.12.2012 14:13 Uhr

Rot macht glücklich

Hübsche Idee. Man wird sehen....

Antworten Kommentar melden guter Kommentar Guter Kommentar (0)

31.12.2012 16:17 Uhr

Siehst Du ! klaro !, jo !!

wenn Du die richtigen Abgeordneten der richtig roten Partei wählst !!!

-----

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel Kant

Antworten Kommentar melden guter Kommentar Guter Kommentar (0)

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Zum Schluss

Verteidiger wird Elfmeterheld

Cosmin Moti hatte als Torwart Grund zur Freude.

Erster Champions-League-Einzug für den bulgarischen Fußball-Club Ludogorets Razgrad: Der Verteidiger Cosmin Moti musste im Elfmeterschießen ins Tor, er verwandelte den ersten Strafstoß selbst und hielt dann zwei Elfmeter des Gegners. mehr

Ein Universum für sich

Das Universum Center bei Nacht.

Anfangs als „Insel der Zukunft“ bezeichnet, hat das Universum Center auf dem Weg in die Gegenwart längst seinen Glanz verloren. In der Stadt hat das Gebäude keinen guten Ruf – doch was sagen die Menschen, die dort leben, über ihr Haus? Ein multimediales Erzählprojekt mehr

Kuriose Wettbewerbe der Finnen

Die verrückten Aktivitäten der Finnen: Frauentragen, Luftgitarrenspielen, Gummistiefelweitwurf und Moorfußball (im Uhrzeigersinn).

Die spinnen, die Finnen - so rutscht es manchem raus. Jedenfalls ist Finnland ein Staat, in dem es besonders viele kuriose Wettbewerbe gibt. Jetzt wird zum Beispiel wieder auf der Luftgitarre gerockt. mehr