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Rettungseinsatz wegen Ulmer Skifahrern

Eine Gruppe Skifahrer aus Ulm hat sich am Freitag im Skigebiet Grubigstein bei Lermoos verfahren und musste mit dem Helikopter gerettet werden. Die Sportler im Alter zwischen 16 und 23 Jahren sind wohlauf.

HANS-ULI MAYER | 0 Meinungen

Es war die letzte Abfahrt, und der Wunsch, noch etwas zu erleben, ausgeprägt. So fassten sieben junge Skifahrer am Freitagnachmittag im Skigebiet Lermoos einen gefährlichen Entschluss. Sie verließen das gesicherte Skigebiet am Grubigstein gegenüber der Zugspitze und wollten im freien Gelände ein wenig das Fahren im Tiefschnee üben. Weit kamen sie aber nicht. Auf einer „Weißwand“ genannten Lichtung waren sie im unwegsamen Gelände stecken geblieben und auf Hilfe angewiesen.

Mit Einbruch der Dämmerung ging bei dem am Krankenhaus in Reutte stationierten Hubschrauber-Rettungsteam der Notruf ein. Ein Pilot, ein Notarzt und ein Bergretter machten sich sofort auf den Weg und fanden die Gruppe oberhalb eines Felsabhangs stehen. Für die nach eigener Einschätzung guten Pistenskifahrer war hier Ende, sie wussten nicht mehr weiter und warteten auf Anraten eines am Telefon verständigten Vaters auf den Rettungshubschrauber.

Offenbar war die Gruppe nicht wild ins Gelände abgebogen, sondern einige Zeit lang mit Blick auf die Piste wenige Meter daneben gefahren. Sie kennen das Skigebiet von früheren Besuchen und verloren aber dennoch den gesicherten Bereich aus dem Blick. „Plötzlich war die weg“, sagte ein Teilnehmer, tatsächlich führte die Piste nach einigen Metern links weg, während die Gruppe weiterhin geradeaus fuhr. Als die Skifahrer ihr Missgeschick bemerkten, steuerten sie, in der Hoffnung auf die Piste zu treffen, ebenfalls nach links, und verloren sich dabei aber völlig im Wald.

Auf der Lichtung haben sie dann nach Informationen der SÜDWEST PRESSE telefonisch Kontakt zu einem an der Mittelstation wartenden Vater aufgenommen, der sofort die Rettung verständigte, nachdem er die Gruppe dazu verdonnert hatte, an Ort und Stelle zu warten, statt sich zu Fuß auf den Rückweg zu machen. Wenige Minuten später kreiste bereits der Rettungshubschrauber und zog jeden Skifahrer einzeln an einer Winde etwa 30 bis 40 Meter nach oben. Viermal musste der Pilot insgesamt fliegen, bis alle sieben Personen gerettet und an der Mittelstation abgesetzt waren, von wo aus es mit dem Lift ins Tal ging, den der Betreiber nach Betriebsschluss eigens noch mal angeschaltet hatte. Die Rettung dauerte knapp eine Stunde, war angesichts des Windes aber gar nicht so ungefährlich, wie der Pilot sagte. Für die Geretteten wird es ein teurer Spaß, 3000 Euro dürfte der Einsatz kosten, bei dem auch die Skier zurückgelassen werden mussten. „Wir retten Menschen, kein Material“, sagte dazu der Pilot lapidar.

Für die jungen Skifahrer ging der Skiausflug nach Lermoos letztlich glimpflich aus, wenngleich der Ausflug neben die Piste wohl allen eine Lehre ist, wie eine Teilnehmerin sagt: „Das wird von uns keiner mehr so schnell machen.“

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