Region Ulm auf dem Weg in die Energiezukunft
Ulm. Wie ist die Energiewende in der Region Ulm möglich? Antworten darauf soll eine lokale Ideenwerkstatt am 2. und 3. März geben.
"Der Atomausstieg ist nicht zu trennen von den Themen Energiewende und Energiesparen." Sagt Thomas Dombeck vom Verein Anders-Ulm (siehe nebenstehende Meldung). Welche Ideen und Ansätze es in der Region Ulm und Neu-Ulm gibt, soll eine Ideenwerkstatt sichtbar machen, die am Freitag/Samstag, 2./3. März, in der Ulmer vh stattfindet. Veranstalter sind Anders-Ulm, die Lokale Agenda 21, die vh und das Ulmer Bündnis "Atomausstieg jetzt". "Wir wollen alle Akteure an einen Tisch bringen, damit sie sich über bestehende Aktivitäten austauschen und Strategien entwickeln können, wie es in der Region in den nächsten 10 bis 20 Jahren weitergehen soll", so Dombeck weiter. Als Ziel gibt er aus, dass "wir in 20 Jahren die hundertprozentige Versorgung aus regenerativen Energien hinbekommen".
Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) als Energie-Partner in der Region lobt Dombeck, weil sie sich auch im Bereich erneuerbare Energien engagierten. "Theoretisch ist das ein guter Ansatz", wandte Uta Wittich, die Sprecherin des Bündnisses "Atomausstieg jetzt" ein, aber die Umsetzung sei kritisch zu sehen. "Der Strom-Mix führt dazu, dass wenn jemand Naturstrom nimmt, er den Anteil konventioneller Energie aller anderen erhöht."
Das Programm am Freitag, 2. März im Club Orange der Volkshochschule Ulm, das Reinhold Thiel vom IPPNW (internationale Ärzte gegen Atomkrieg) moderiert:
17 Uhr, Vorstellung der regionalen Verbände und Initiativen;
18 Uhr, Grußwort und Vorstellen der Strategie der Stadt Ulm und der SWU zur Energiewende mit OB Ivo Gönner, SWU-Aufsichtsrat;
18.30 Uhr, "heutige Nutzung erneuerbarer Energien in der Region" mit Rolf Böhringer vom Verbund Erzeuger erneuerbarer Energien;
19 Uhr, regionaler Netzausbau und Speichertechniken mit Werner Tillmetz vom Zentrum für Solarenergie und Wasserstoffforschung;
19.30 Uhr, friedenspolitische Aspekte dezentraler Energieversorgungsstrukturen mit Henrik Paulitz vom IPPNW aus Berlin.
Programm am Samstag, 3. März, im Club Orange der vh Ulm:
10 bis 12 Uhr, Workshop I: "große und kleine Windkraftanlagen" mit Georg Honold (Windkraft Honold GmbH), Manfred Lehner (Innovative Produkte), Moderation: Ralf Stolz (BUND);
10 bis 12 Uhr, Workshop II: "Ausbau der Photovoltaik in Städten" mit Andrea Lippert (Stadt Ulm), Holger Ruf (Hochschule Ulm), Moderation: Julian Aicher;
10 bis 12 Uhr, Workshop III: "Energieeffizienz für Eigentümer und Mieter" mit Birgit Schwegle (Energieagentur LK Karlsruhe) mit Bernhard Mittl (Caritas Ulm, Stromspar-Check), Moderation: Roland Mäckle (Regionale Energieagentur Ulm);
13 bis 15 Uhr, Workshop IV: "Bürgerbeteiligungsmodelle und Energiegenossenschaften" mit Jürgen Schipek (SWU), Joachim Grothe (Anders-Ulm), Moderation: Reinhold Thiel (IPPNW);
13 bis 15 Uhr, Workshop V: "Akzeptanz und Öffentlichkeitsarbeit für die Energiewende" mit Gerd Oelsner (Agenda-Büro des Landes), Martin Hofmann (Südwest Presse), Moderation: Thomas Dombeck (Anders-Ulm);
13 bis 15 Uhr, Workshop VI: "Regionale Stromnetze und Energiespeicher" mit Peter Schmidberger (SWU) und anderen, Moderation: Martin Denoix (Lokale Agenda, BUND);
15.30 bis 17 Uhr; Abschlussrunde Berichte aus den Workshops und Ausblick, Moderation: Daniela Fischer.
Info Alle Teilveranstaltungen der Ideenwerkstatt können auch einzeln besucht werden, der Eintritt ist frei. Ausführliche Informationen zum Programm unter www.anders-ulm.de/energiewerkstatt
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Autor: VERENA SCHÜHLY | 23.02.2012
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