Ratiopharm gibt den Namen
Ulm/Neu-Ulm. Der Namensgeber der Multifunktionshalle Ulm/Neu-Ulm steht fest: Es wird Informationen der SÜDWEST PRESSE zufolge Ratiopharm, das Unternehmen, das kurz vor der Übernahme durch Teva steht.
Es sollte bis nächsten Dienstagabend das bestgehütete Geheimnis in der Doppelstadt bleiben. Doch wurde jetzt aus seriösen Kreisen noch vor der Grundsteinlegung für die Multifunktionshalle Ulm/Neu-Ulm am 13. Juli bekannt: Das Pharmaunternehmen Ratiopharm - respektive sein neuer Eigentümer, der israelische Konzern Teva, der Ratiopharm demnächst übernimmt - steht hinter der Namensgebung des jüngsten Kindes, das die Ulmer und Neu-Ulmer Gemeinsamkeit hervorbringt. Nicht klar ist, welchen Namen das Projekt genau tragen wird: Ratiopharm-Arena oder -Dome? Oder kommt Teva ins Namensspiel?
Unseren offiziell von keinem der Beteiligten - neben den Firmen Bögl und Ratiopharm sind dies auch die beiden Städte, die eine eigene Multifunktionshallen GmbH gegründet haben - bestätigten Informationen zufolge, wird das Namensrecht für einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren vergeben, für eine jährliche Summe von rund 250 000 Euro. Ein Betrag, den Kenner der Szene für angemessen halten.
Die grundlegenden Entscheidungen für Ratiopharm sollen schon vor einigen Wochen gefallen sein, nachdem Verhandlungen mit anderen örtlichen Unternehmen gescheitert waren. Nicht zuletzt hatten sich Bögl und die Städte darum bemüht, Erwin Müller ("Drogeriemarkt Müller") als Namenspatron zu gewinnen, auch mit der Überlegung, in ihm einen neuen finanzstarken Sponsor für den Ulmer Sport zu gewinnen. Doch schon vor Wochen ließ das Unternehmen wissen: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns bezüglich der neuen Multifunktionshalle der Städte Ulm und Neu-Ulm nicht engagieren werden. Wir unterstützen ausschließlich gemeinnützig-soziale Projekte wie die Ulmer Universitätskliniken und die Aktion 100.000 und Ulmer helft und möchten darüber hinaus auch werbetechnisch nicht tätig werden."
Vermutlich auf anderer Ebene - mit Bandenwerbung, Werbetürmen oder durch Belegung von Werbeflächen auf dem Spielfeld - wird Gold Ochsen in der neuen Halle in Erscheinung treten. Die Brauerei, die von Anfang an im Gespräch war, hatte von sich aus ein Angebot für die Namensgebung abgegeben; es lag offensichtlich unter den finanziellen Vorstellungen Bögls.
Unsere aktuelle Anfrage zu Ratiopharm beantwortete Ralf Peter vom Bögl-Projektmanagement Veranstaltungsstätten so: "Die Firma Max Bögl befindet sich in konstruktiven Gesprächen mit diversen Interessenten und ist zuversichtlich zur Grundsteinlegung einen Namensgeber für die Halle präsentieren zu können. Sie können versichert sein, dass wir den Markt umfangreich sondiert haben und . . . einen optimalen Erfolg anstreben."
Bekannt wurde inzwischen, dass zur feierlichen Grundsteinlegung am Dienstag auch Ratiopharm-Chef Oliver Windholz eingeladen ist. Er soll ein Grußwort halten.
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Autor: HANS-ULI THIERER | 08.07.2010
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Der Namenszug Ratiopharm hineinprojeziert aufs Spielfeld. Fotomontage: swp
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Kommentare (1)
Was für eine Überraschung
Hat das wirklich jemand ernsthaft überrascht...?