Ulm/Neu-Ulm:

Nebel

Nebel
15°C/6°C

Prunksitzung: Märchenwelt der Seejockel

Wilde Tänze und lustige Reden waren am Samstag auf der Prunksitzung der Pfuhler Seejockel geboten. Das Motto lautete „Märchenland“.

MARION GRAEBER | 0 Meinungen

Mit bunten Kostümen, Gesangseinlagen, Büttenreden, Theateraufführungen und Showacts entführte die Gesellschaft der Pfuhler Seejockel am Samstagabend das Publikum in die abstrakte Welt der Feen, Elfen, Zwerge, Geister und Hexen.

Märchenhaft schön wurde der Abend von den fünfzehn Mädchen der Kindergarde eröffnet. Mit ihren süßen Gesichtchen und den blonden Haarzöpfen tanzten sich die drei- bis zehnjährigen Kinder schnell in die Herzen der Zuschauer. In ihren rot-weißen Kleidern und den mit Federn geschmückten Hüten präsentierten sie stolz ihren einstudierten Reigen. In grüne Gewänder gehüllt folgten die Mini-Donauhexen und zeigten, dass auch sie am Karneval Spaß haben. Ganz im Sinne der jungen Karnevalsfreunde sorgte Nicole Frey mit ihrer schwäbischen Büttenrede für Lacher. In der Jugendbütt zeigte sie dem Publikum ganz charmant die Höhen und Tiefen des Teenagerdaseins auf.

Die Büttenrede der Maria Breitinger hingegen beschäftigte sich mit dem Thema „Sport“. Doch scheint die körperliche Betätigung nicht so ganz ihr Fall zu sein. „Ich halt mich lieber übers Schwätze fit“, trällert sie von der Bühne.

Neben Schlager und Stimmungsmusik gab es an dem Abend auch moderne und zeitgemäße Lieder zu hören. So beispielsweise beim Tanz der Jugendgarde, die sich aus zwölf Feen und einem Elf zusammensetzte.

Und was wäre ein Märchenland ohne die Märchen aus „Tausendundeiner Nacht“? Mit einer imaginären Reise in den Orient versuchten sich in Schleier gehüllte Damen und teils mit fliegenden Teppichen ausgestattete Herren in der sinnlichen und erotischen Welt. Auch Comedy und ein Tanz á la Bollywood wurden aufgeführt.

Richtig wild wurde es mit der Hausener Guggamusik. Energiegeladen und ein bisschen angsteinflößend betraten die Musiker mit blinkenden Instrumenten und einer düsteren Verkleidung den Saal.

Mit den Geschichten von Rotkäppchen und dem bösen Wolf, Alice im Wunderland, weiteren Tanzaufführungen und Büttenreden, um nur einige weitere Beispiele zu nennen, ging es dann wieder etwas gemäßigter zu. Die Besucher jedenfalls wurden bis spät in die Nacht fantasievoll unterhalten. Moderiert wurde der Abend vom Präsident der Pfuhler Seejockel, Stefan Mayer.

Die Gesellschaft der Pfuhler Seejockel hat über 300 Mitglieder, davon rund 100 Aktive. An einem Mangel an Kindern und Jugendlichen leidet der Verein nach Aussage des Zeremonienmeisters Peter Westermayer nicht. „Über ihre Eltern kommen viele Kinder in den Verein“, sagt er. Durch die Aktivitäten außerhalb des Vereins werde die Gemeinschaft zusätzlich gepflegt und gefördert, so der Zeremonienmeister. Mit Gardeauftritten in Altenheimen und Einrichtungen der Caritas zeigen die Mitglieder der Pfuhler Seejockel außerdem ihr soziales Engagement.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Zum Schluss

Therapie im Taxi

Die rollende Praxis von "Taxi Stockholm".

In Stockholm ist es nun schon gegen 16 Uhr zappenduster. Und das ist erst der Anfang. Der skandinavische Winter macht die Menschen traurig und einsam. Nun will das größte Taxiunternehmen der schwedischen Hauptstadt gegensteuern. mehr

Neuer Ulm-Krimi

Manfred Eichhorn: In der Asche schläft die Glut. Silberburg, 256 Seiten, 9.90 Euro.

Kommissar Klaus Lott ermittelt wieder - in Ulm. "In der Asche schläft die Glut" heißt der mittlerweile vierte Kriminalroman Manfred Eichhorns. mehr

15 Jahre "Wer wird Millionär"

Macht gerne Millionäre - und macht dabei auch gern Faxen: Moderator Günther Jauch.

Neues Haus, neues Auto, neues Boot - mit der Million Euro, die bei Günther Jauch zu holen ist, ist einiges möglich. Doch wie gingen die Gewinner mit dem Geld um? Und sind sie wirklich glücklicher geworden? mehr