Pro Neu-Ulm: Keine Empfehlung für die OB-Stichwahl

Offiziell ist PRO Neu-Ulm neutral. Zur OB-Stichwahl wird es keine Empfehlung geben. Aber die gewählten Stadträte favorisieren eher den Amtsinhaber.

EDWIN RUSCHITZKA | 1 Meinung

Die offizielle Lesart lautet so: "Es widerspricht unserem Politikstil, den Menschen, die am letzten Sonntag wohl sehr bewusst unsere Kandidaten und unsere Inhalte gewählt haben, nun Vorschriften machen zu wollen." Weshalb sich die Bürger PRO Neu-Ulm als Verein und in ihrer Gesamtheit weder hinter Amtsinhaber Gerold Noerenberg (CSU) noch hinter Dr. Detlef Kröger (Kandidat von SPD, Grünen, FWG, FDP) stellen werden.

Deutlich wurde in einem Pressegespräch aber auch, dass die gewählten Stadträte mehr Gefallen am Amtsinhaber finden als am Herausforderer. Was wenig wundert, denn Albert Obert und Siegfried Meßner, wie auch die nicht mehr wiedergewählte Tanja Fendt waren im vergangenen Jahr von den Freien Wählern beziehungsweise von der SPD zu PRO Neu-Ulm gewechselt, weil sie Zweifel an der Eignung des Kandidaten Kröger hatten. Aber auch der ehemalige PRO-Einzelkämpfer Klaus-Werner Lüdtke und PRO-OB-Kandidat Stephan Salzmann haben immer wieder durchblicken lassen, dass sie sich nicht so recht mit Kröger anfreunden können.

Am Mittwochabend haben sich die PRO-Mitglieder getroffen - hinter verschlossenen Türen und ohne Medienvertreter. Am Donnerstag wurde die Versammlung, an der etwa 25 Mitglieder teilgenommen haben, vom Vorsitzenden Bernd Heise und von Salzmann als "hitzig" beschrieben. Es sei für Kröger und gegen Noerenberg, aber auch für Noerenberg und gegen Kröger gesprochen worden. Eine Abstimmung zwischen den beiden verbliebenen Stichwahl-Kandidaten habe es nicht gegeben. Allerdings ist die verbreitete Pressemitteilung offiziell, also einstimmig verabschiedet worden.

Nach dem Wahlsonntag haben sowohl Noerenberg als auch Kröger das Gespräch mit Salzmann gesucht. Inhaltlich schweigt sich Salzmann dazu aus. In der am Donnerstag präsentierten schriftlichen Verlautbarung heißt es: "Wenn jetzt an den Ex-Kandidaten und seine Mitstreiter das - sogar mit bestimmten Versprechungen verkuppelte - Ansinnen herangetragen wird, eine Wahlempfehlung auszusprechen, so kommen Salzmann und die Spitze von PRO Neu-Ulm dem Wunsch gerne nach und empfehlen allen Neu-Ulmern und Neu-Ulmerinnen: Gehen Sie zur Stichwahl!"

Im Verlauf der gestrigen Pressekonferenz, an der auch vereinzelte Mitglieder und Stadtratskandidaten teilnahmen, wurde zwar auch die ruppige Art Noerenbergs kritisiert. Aber bei Kröger wisse man immer noch nicht, ob man diesem Mann die Stadt auch anvertrauen könne. Noerenberg könne man einschätzen, sagte beispielsweise der ehemalige Stadtrat Peter Siehler. Und Stadtratskandidat Reinhard Fiedler formulierte es so: "Mir ist ein pragmatischer Haudrauf lieber als ein eloquenter Lächler." Bernd Heise sieht das Ganze positiv: "Jeder darf bei uns seine Meinung sagen. Und unterschiedliche Ansichten hat es bei PRO schon immer gegeben."

Ein Kommentar von Edwin Ruschitzka

1 Kommentar

23.03.2014 11:21 Uhr

Pro Neu-Ulm?

Micky Maus Partei!

Wenn man das liest, kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln, mit welchen dummen Aussagen hier Stimmung gegen einen gemacht wird!

Ich kann dazu nur eines sagen!

Auf meinem Briefkasten steht ganz groß geschrieben: Bitte keine Werbung!

Die CSU hat sich nicht daran Gehalt! Kann man eine Partei wählen, die nicht mal den einfachsten Wunsch eines Bürgers respektieren möchte? Also, mir ist ein "eloquenter Lächler" lieber, als einer, der macht was er will! Wobei ich denke, dass Herr Fiedler die Bedeutung "eloquent" gar nicht kennt, denn das trifft wohl eher auf ihn selber zu. (Google Synonym Duden eloquent) Vielleicht geht ihm da ein Lichte auf.

Aber was will man denn von einer Micky Maus Partei => man könnte diese aber auch "Eloquente Bürgerbewegung kurz "EPRO Neu-Ulm" nennen.

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