Premiere der "West Side Story" - Bandenkrieg auf der Wilhelmsburg

Leonard Bernsteins "West Side Story" hatte am Samstagabend Premiere. Riesenjubel, Ovationen der 1800 Zuschauer um halb zwölf. Regisseur Rhys Martin ist ein großer Wurf gelungen.

JÜRGEN KANOLD |
Ein Höllenlärm im Innenhof, Hubschrauber kreisen, Motorräder knarren, ein Großeinsatz am Tatort Wilhelmsburg zwischen brennenden Autowracks. Auf dem Asphalt ist mit Kreide der Fundort der Leiche eingezeichnet. Ulm 2015. Nur keine Späße über Bandenkriege, das scheint ja Realität, aber hier geht's um ein spektakulär und ziemlich aktuell inszeniertes Musical: Leonard Bernsteins "West Side Story" hatte am Samstagabend Premiere. Riesenjubel, Ovationen der 1800 Zuschauer um halb zwölf. Regisseur Rhys Martin ist ein großer Wurf gelungen mit dieser Romeo-und-Juiia-Story: Hier sind die Jets üble Faschos im schwarzen Look und die türkischen Sharks, die Ausländer, betreiben einen Import-Export-Handel und verticken Flüchtlinge. Dann ist da die tragische Liebesgeschichte, mit Emotionen dargeboten. Maria Rosendorfsky als Maria und Nikolas Heiber als Tony singen und spielen klasse in dieser effektvollen Show. Und das war eine starke Ensembleleistung. Einziges Manko: Der Orchestersound (die Philharmoniker unter Hendrik Haas sitzen in der Burg) ist zunächst katastrophal, dann passabel, am Ende gut und wuchtig und zart. Ach so, und das Wetter: ideal, sommerlich. Die Götter waren, anders als beim "Sommernachtstraum" vergangene Woche, absolut einverstanden mit dieser Theaterproduktion.

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