Pfizer will mit Ratiopharm wachsen
Ulm. Der zum Verkauf stehende Generikahersteller Ratiopharm ist heiß begehrt. Am Freitag stellte der US-Riese Pfizer vor, wie er mit den Ulmern wachsen will.
Der Verkaufsprozess von Ratiopharm entwickelt sich zu einem Buhlen der Kaufinteressenten. Jeff Kindler, der Vorstandschef von Pfizer, und ein Team von Topmanagern des weltgrößten forschenden Arzneimittelherstellers stellten am Freitag in Ulm ihre Pläne einem Kreis von 50 Führungskräften vor. Ihre Botschaft lautete: Pfizer will mit Ratiopharm wachsen und Ulm zum Hauptstandort für sein weltweites Generikageschäft machen, erfuhr die SÜDWEST PRESSE aus gut informierten Kreisen. Der US-Konzern, bei dem in den nächsten Jahren umsatzstarke Medikamente ihren Patentschutz verlieren und damit hohe Einbußen drohen, war erst 2008 ins Generika-Geschäft eingestiegen.
Ohne Pfizer beim Namen zu nennen, schrieb Ratiopharm-Chef Oliver Windholz im Anschluss an die rund zweistündige Vorstellung in einem Brief an die Mitarbeiter: „Der Investor plant einen deutlichen Wachstumskurs in den nächsten Jahren und beabsichtigt mit der Ratiopharm-Gruppe auch die Marktführerschaft im Generikabereich zu erreichen.“ Dazu wolle der Investor die Erfahrung von Ratiopharm als Pionier im Generikamarkt nutzen.
Zu den entscheidenden Wachstumsfaktoren des Planes gehört laut Windholz: die starke Marktposition in Europa und Kanada von Ratiopharm, die gute Vorbereitung von Ratiopharm auf das Auslaufen des Patentschutzes von Medikamenten in den nächsten Jahren und der weltweite Ausbau des Produkt-Portfolios. In der Wirkstoffpalette von Pfizer und Ratiopharm gibt es kaum Überschneidungen. Pfizer könnte Ratiopharm-Produkte in den USA, dem weltgrößten Pharmamarkt, herstellen und vertreiben, wo die Ulmer nicht vertreten sind. Ratiopharm könnte mit Pfizer-Produkten in Europa wachsen.
Auch sicherten die Pfizer-Topmanager zu, dass die Marke Ratiopharm weltweit ausgebaut werden soll und das Ratiopharm-Management nach dem Kauf aktiv in den Integrationsprozess der beiden Unternehmen einbezogen würde.
„Der Bieter betonte die hohe Effizienz der Ratiopharm-Produktionsstätten im In- und Ausland und bekannte sich zu Investitionen in Ulm“, schrieb Windholz. Auch zeigte sich Pfizer-Chef Kindler beeindruckt von der Leistung der Mitarbeiter und der hohen Effizienz.
Am Montag wird sich mit dem isländischen Generika-Konzern Actavis, der die finanzielle Rückendeckung der Deutschen Bank genießt, der dritte Finalist vorstellen. Bis Ende des Monats sollen die Interessenten ihre endgültigen Kaufgebote abgeben. Bisher liegen diese in einer Größenordnung von 3 Mrd. Euro.
Ohne Pfizer beim Namen zu nennen, schrieb Ratiopharm-Chef Oliver Windholz im Anschluss an die rund zweistündige Vorstellung in einem Brief an die Mitarbeiter: „Der Investor plant einen deutlichen Wachstumskurs in den nächsten Jahren und beabsichtigt mit der Ratiopharm-Gruppe auch die Marktführerschaft im Generikabereich zu erreichen.“ Dazu wolle der Investor die Erfahrung von Ratiopharm als Pionier im Generikamarkt nutzen.
Zu den entscheidenden Wachstumsfaktoren des Planes gehört laut Windholz: die starke Marktposition in Europa und Kanada von Ratiopharm, die gute Vorbereitung von Ratiopharm auf das Auslaufen des Patentschutzes von Medikamenten in den nächsten Jahren und der weltweite Ausbau des Produkt-Portfolios. In der Wirkstoffpalette von Pfizer und Ratiopharm gibt es kaum Überschneidungen. Pfizer könnte Ratiopharm-Produkte in den USA, dem weltgrößten Pharmamarkt, herstellen und vertreiben, wo die Ulmer nicht vertreten sind. Ratiopharm könnte mit Pfizer-Produkten in Europa wachsen.
Auch sicherten die Pfizer-Topmanager zu, dass die Marke Ratiopharm weltweit ausgebaut werden soll und das Ratiopharm-Management nach dem Kauf aktiv in den Integrationsprozess der beiden Unternehmen einbezogen würde.
„Der Bieter betonte die hohe Effizienz der Ratiopharm-Produktionsstätten im In- und Ausland und bekannte sich zu Investitionen in Ulm“, schrieb Windholz. Auch zeigte sich Pfizer-Chef Kindler beeindruckt von der Leistung der Mitarbeiter und der hohen Effizienz.
Am Montag wird sich mit dem isländischen Generika-Konzern Actavis, der die finanzielle Rückendeckung der Deutschen Bank genießt, der dritte Finalist vorstellen. Bis Ende des Monats sollen die Interessenten ihre endgültigen Kaufgebote abgeben. Bisher liegen diese in einer Größenordnung von 3 Mrd. Euro.
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: ALEXANDER BÖGELEIN | 05.03.2010
| Artikel twittern |
|
|
Das Pfizer-Werksgelände in Illertissen - kommen bald weitere Standorte in Ulm und Blaubeuren hinzu?
MEHR ARTIKEL ZUM THEMA
Ratiopharm: Zukunft entscheidet sich bald
Ulm Die Ungewissheit der Ratiopharm-Mitarbeiter wer neuer Eigentümer wird, hält seit mehr als einem Jahr an. Mancher wünscht sich endlich Klarheit.... mehr
Ratiopharm-Zukunft entscheidet sich
Ulm Die Ungewissheit, wer neuer Eigentümer des Pharmakonzerns Ratiopharm wird, hält seit mehr als einem Jahr an. In diesen Tagen wird sich das Bieterfinale zwischen Teva, Pfizer oder Actavis entscheiden.... mehr
Actavis will mit Ratiopharm an Börse
Ulm Die Deutsche Bank und Actavis planen nach der Übernahme von Ratiopharm einen Börsengang. Ulm soll Hauptsitz des neuen Konzerns werden.... mehr
Ratiopharm: Vier Bieter noch im Rennen
Ulm Bis zu diesem Freitag müssen verbindliche Angebote für den zum Verkauf stehenden Arzneimittelhersteller Ratiopharm abgegeben werden. Die Finanzszene erwartet einen Preis von 2,8 Milliarden Euro.... mehr
Merckle verkauft Mepha an US-Konzern
Ulm Der Ulmer Unternehmer Ludwig Merckle verkauft den Schweizerischen Generika-Hersteller Mepha an das US-Unternehmen Cephalon (US-Bundesstaat Pennsylvannia). Der Kaufpreis beträgt 590 Mio. US-Dollar.... mehr
Kampf um die Pharma-Zukunft
Ulm Der harte Bieterkampf um den Ulmer Arzneimittelhersteller Ratiopharm macht eine neue Richtung auf dem Pharmamarkt deutlich. Ob für forschende Hersteller oder Nachahmer: Ratiopharm ist sehr interessant.... mehrMEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
