OB besucht Thermo King Süd - Firma wünscht sich direkten Autobahnanschluss

Bei Kühltransporten kommt es nicht nur auf die richtige Temperatur an: Die Transport-Kälte-Vertrieb GmbH wartet und überwacht die Fahrzeuge ihrer Kunden. OB Ivo Gönner hat das Unternehmen jetzt besucht.

Wenn draußen Kühlschranktemperaturen herrschen, ist das schlecht für das Geschäft der Transport-Kälte-Vertrieb GmbH, kurz TKV. Das 1971 gegründete Ulmer Unternehmen steht hinter der amerikanischen Marke Thermo King und vertreibt Klimaanlagen und Kühlaggregate für Nutzfahrzeuge. 55 Mitarbeiter beschäftigt die Firma im Gewerbegebiet Himmelweiler im Ulmer Norden. Sie bedienen mehr als 2000 Kunden mit unterschiedlichen Ansprüchen: Tiefkühl- und Molkerei-, Blumen- und Pharmatransporte.

Dass TKV nicht nur mit Kühlmaschinen handelt, erfuhr OB Ivo Gönner während einer Firmenbesichtigung in der vergangenen Woche. Das Unternehmen ist breit aufgestellt: Als Dienstleister überprüft und wartet die Firma unter anderem mit einem mobilen Service Fahrzeuge, bietet Seminare für Mitarbeiter von Transportfirmen und überwacht Transporte, die einen hohen Warenwert geladen haben.

Gerade bei Medikamenten liege dieser oftmals im siebenstelligen Bereich, erläuterte Geschäftsführer Achim Bundschuh. Außerdem hätten viele Pharmafirmen Angst davor, dass Produkte gestohlen, manipuliert und dann wieder in Umlauf gebracht werden. Deshalb arbeitet das Unternehmen mit einer Sicherheitsfirma zusammen - laut Bundschuh eine einzigartige Kooperation in Europa.

Per Telematik-Sensor und GPS werden die Transportfahrzeuge überwacht. Geht irgendwo eine Tür ungeplant auf, wird ein Alarm an die Zentrale gesendet und gegebenenfalls eingegriffen. Rund 3000 Fahrzeuge werden so beobachtet.

TKV wächst, und damit auch die Ansprüche des Unternehmens. Für die Zukunft wünscht sich Geschäftsführer Herwig Kiesling ein Servicezentrum im Ulmer Norden. Dort sollen Lkw-Fahrer übernachten können, während ihre Fahrzeuge gewartet werden. Allzuviel Hoffnung wollte ihm Gönner nicht machen: "Die Resonanz für ein Übernachtungszentrum in Ulm war bisher Null." Es habe sich einfach kein Betreiber gefunden, weshalb die ursprünglich vorgesehene Fläche inzwischen anderweitig vergeben worden sei. Besser sähe es für den Anschluss an die Autobahn mit einem eigenen Knoten aus: "Planerisch ist alles vorbereitet, wir würden das auch vorfinanzieren", sagte Gönner. Allerdings fehle noch die Genehmigung vom Land. Auch sollen die Bauarbeiten mit der Verbreiterung der A8 koordiniert werden.


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Autor: CHRISTINE LIEBHARDT | 23.02.2012

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