OB-Kandidat Kröger: Da fehlt der Respekt

Es war am Mittwoch seine erste Stadtratssitzung in Neu-Ulm, die OB-Kandidat Detlef Kröger besucht hat. Gestört hat ihn dort der Umgangston.

EDWIN RUSCHITZKA |

Er ist entsetzt. Und das hat der von SPD, Grünen, Freien Wählern und der FDP gemeinsam nominierte OB-Kandidat Dr. Detlef Kröger gestern mit seinem Anruf bei der SÜDWEST PRESSE deutlich formuliert: "So darf man im Stadtrat nicht miteinander umgehen."

Kröger hatte zu Sitzungsbeginn auf einem Stuhl in der ersten Zuhörerreihe Platz genommen. Fortan bestimmte die Routine weite Teile die letzte Neu-Ulmer Stadtratssitzung in diesem Jahr. Der Umgangston im weihnachtlich mit Nüssen und Mandarinen geschmückten Sitzungssaal war auch nicht rauer als sonst. Am Ende trafen sich OB, die Verwaltungsspitze und Stadträte zum Abendessen in den Isel-Stuben in Burlafingen. So weit, so gut.

Für Kröger, der im Verlauf der Sitzung nicht nur einmal mit seinem Kopf schüttelte, war das, was er eigenen Worten nach beobachtet hat, überhaupt nicht akzeptabel. Die guten Wünsche am Ende waren für Kröger deshalb nur eine reine Alibiveranstaltung. "Es kann nicht richtig sein, dass Leute aus der Verwaltung wie der Stadtbaudirektor oder Stadträte vom Sitzungsleiter vorgeführt werden", sagte Kröger. Ihm hat vor allem der Umgangston, der im Stadtrat gepflegt wird, missfallen: "Es braucht keine Häme, und niemand muss abgewertet werden, wenn er einmal nicht Bescheid weiß oder einen Antrag nicht korrekt formulieren kann. Da fehlt ganz einfach der Respekt voreinander." Das will er vor allem bei der Sitzungsführung ausgemacht haben.

"Die Kultur des Dialogs", so Kröger, "wird dadurch nicht gefördert. Von Berufs wegen weiß ich, was Krisenmanagement ist. Selbst wenn man unterschiedlicher Meinung ist, muss man das vernünftig regeln."

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