Neu-Ulmer OB-Kandidat Kröger beruft Kompetenzteam und stellt Plan auf

OB-Kandidat Detlef Kröger will Neu-Ulm ein neues Image verschaffen - und das mit einem Unicef-Siegel als "Kinderfreundliche Kommune".

LISA-MARIA SPORRER |

40,5 Prozent betrug die Wahlbeteiligung bei der Oberbürgermeisterwahl 2008. Zur Bundestagswahl im Herbst 2013 gingen immerhin 68 Prozent der wahlberechtigten Neu-Ulmer zur Wahlurne. Aber auch das war Negativrekord. Könnte es gelingen, Kinder und Jugendliche mehr ins politische Tagesgeschäft mit einzubeziehen, meint OB-Kandidat Dr. Detlef Kröger, wäre das nicht nur ein Imagevorteil für die Stadt, sondern auch ein neuer Politikstil, der der Politikverdrossenheit entgegenwirken könnte.

"Ich möchte, dass man an Neu-Ulm denkt, als eine Stadt mit Herz für Kinder", sagte er im Rahmen einer Pressekonferenz. Der parteilose Unternehmensberater und OB-Kandidat hat dabei sein Programm für eine kinderfreundlichere Stadt vorgestellt, das er für den Fall eines Wahlerfolgs umsetzen möchte. Und das mit Hilfe eines Kompetenzteams, in dem Vertreter aller Fraktionen sitzen, die ihn bei der OB-Wahl unterstützen: SPD, Grüne, FWG und FDP.

Sein Plan beinhaltet ein Neun-Punkte-Programm, das Kröger und sein Team ausgearbeitet haben. "Ich möchte nicht nur sagen: Das und das machen wir. Wir tun vielmehr so, als wären wir schon gewählt, und fangen einfach einmal an", sagte Kröger durchaus selbstbewusst über den Ansatz seines Schwerpunktthemas.

Ergänzt wird sein Kompetenzteam vom Illertisser Stadtjugendpfleger Lothar Girrbach, der die Erfahrungen mit einem Jugendparlament einbringen kann. Bürgerbeteiligung sollte laut Kröger auch bei Jugendlichen ankommen. Einen Haken hat das Programm aber noch: Auf die Frage nach der Finanzierung für Vorhaben wie Ausbau von Kitaplätzen, Kinderfestival, kindgerechtes Wohnen und Kinderbüro sei er zwar nicht unvorbereitet, er habe dazu nur selbst noch keine klare Aussage bekommen. Zunächst einmal bräuchte man eine Grundsatzentscheidung des Stadtrats.

Ob er gewählt wird oder nicht, das Siegel, das für einen langfristig angelegten Aktionsplan von Unicef vergeben wird, ist von ihm schon beantragt worden, egal, wer nach dem 16. März die Geschäfte im Neu-Ulmer Rathaus übernehmen wird.

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