Neu-Ulmer Bowling-Center wird verkauft
Das Bowling-Center am Allgäuer Ring schließt am 12. Mai seine Pforten - aber nur vorübergehend. Geplant ist eine Neueröffnung der Anlage im Herbst dieses Jahres, dann mit einem neuen Besitzer. Es soll weiter als Bowling-Center genutzt werden.
Autor: EDRU |Wie jetzt bekannt geworden ist, hat der Besitzer der Immobilie, der Automatenaufsteller Jakob Degen, eine Absprache mit der Sparkasse Ulm zum Verkauf getroffen. Das Bowling-Center selbst wird von der DM Gastro Betriebs GmbH betrieben, die Degens Tocher gehört. Thomas Beschoner von der Sparkasse bestätigte den anstehenden Verkauf, er wollte aber keine Namen nennen: "Es gibt mehrere Interessenten, und wir gehen davon aus, dass das Center nach den Sanierungsarbeiten auch im Herbst wieder eröffnen wird."
Den beiden Bowling-Vereinen in Ulm und Neu-Ulm dürfte damit ein Stein vom Herzen fallen. Dort hatten sich die Mitglieder vor allem zum Training getroffen. Während der Ulmer Bowling-Verein nur wenige Mitglieder zählt und eine aktive Damenmannschaft hat, sind es in Neu-Ulm über 130 Mitglieder in insgesamt 11 Mannschaften. Die Wettkämpfe, so Vereinschef Gerrit Freischlad, werden aber auswärts in Kempten ausgetragen, sie seien im Neu-Ulmer Bowling-Center nicht möglich gewesen. Aber zumindest wurde in Neu-Ulm das Training bestritten. Die Hoffnung ist, dass künftig auch wieder Wettkämpfe in Neu-Ulm durchgeführt werden können.
Das Haus, in dem Bowling-Center untergebracht ist, hat eine bewegte Geschichte. Als die US-Armee in Neu-Ulm stationiert war, nutzte sie es als Einkaufszentrum für ihre Soldaten. Nach dem Abzug der Amerikaner Anfang der 90er Jahre kaufte Jakob Degen das Anwesen, um dort eine Markthalle einzurichten. Von der Innenstadt ein Stück entfernt gelegen, hielt sich die Halle nur zwei Jahre. Danach baute Degen das Haus zu einem Bowling-Center um. Es entstanden ein Anbau und eine Tiefgarage mit über 70 Stellplätzen.






