Nachtkritik: Wenn die Baggerschaufel zuschlägt

Die Bäume sind gefällt, die Bauarbeiten für die neue Straßenbahn-Linie haben auch am Theater Ulm begonnen. "Keine Ruh bei Tag und Nacht,/Nichts, was mir Vergnügen macht", stöhnen die Anwohner. Don-Giovanni-Premiere am Theater Ulm.

JÜK |

Nein, das singt Leporello, der über schmale Kost und wenig Geld als Diener Don Giovannis klagt. Am Donnerstagabend hatte Mozarts Dramma giocoso am Theater Ulm Premiere, aber Absperrgitter, ein großes Loch und eine gewaltige Baggerschaufel spielen in der Regie von Operndirektor Matthias Kaiser und im Bühnenbild Marianne Hollensteins eine wichtige Rolle.

Die Geschichte des großen Frauenverführers, der in die Hölle muss? Der Bagger, also die Realität, macht zur Pause schon einen üppigen Garten der Lüste kaputt. Diese beziehungsreiche Inszenierungen ist Märchen und Drama und stößt in die Gegenwart vor. Langer Beifall kurz vor halb zwölf: für Kwang-Keun Lee in der Titelpartie, für Edith Lorans als Donna Anna, für Maria Rosendorfsky als Donna Elvira und überhaupt für ein gutes Mozart-Ensemble. Der neue 1. Kapellmeisters Joongbae Jee legte eine solide Premiere hin.

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