Nachtkritik: "Keine Panik, keine Panik!"

Das ist mal so richtig mieses Theater. Reine Provinz. Billigste Klamotte. "Der nackte Wahnsinn" halt. Michael Frayns Komödie über das Theater im Theater, über die Katastrophen auf und hinter der Bühne, ist ein wunderbares Stück - und natürlich großartiges Theater.

JÜRGEN KANOLD |

Das ist mal so richtig mieses Theater. Reine Provinz. Billigste Klamotte. "Der nackte Wahnsinn" halt. Michael Frayns Komödie über das Theater im Theater, über die Katastrophen auf und hinter der Bühne, ist ein wunderbares Stück - und natürlich großartiges Theater. Und eine Herausforderung für jedes gute Ensemble - denn nur die schlechten Schauspieler spielen sich mühelos selbst. Also, Philipp Jescheck hat Frayns Publikumshit in einem Bühnenbild von Britta Lammers inszeniert: mit einem sehr guten Ensemble. Lachsalven gestern Abend im Großen Haus in der Premiere des "Nackten Wahnsinns". Jeschek selbst war ja erst relativ kurzfristig als Regisseur für Cordula Jung eingesprungen, die aus familiären Gründen abgesagt hatte. Das ist nun fast auch wieder eine Pointe, weil sich in dieser temporeichen Komödie ein Regisseur hoffnungslos damit abmüht, mit seiner zerstrittenen Truppe ein doofes Boulevardstück auf die Bühne zu bringen. Alles geht schief. Stürze, blaue Flecken, eifersüchtige, versoffene Akteure. Und wo sind die Sardinen? Doch "keine Panik!" Alles läuft in der realen Inszenierung in seinem ganzen Irrsinn fast wie geschmiert - und auch der Vorhang klemmt perfekt. Beste Unterhaltung.

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