Metallverarbeiter Wieland mit Gewinneinbruch

Ulm.  Der Gewinn des Metallverarbeiters Wieland ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 wegen eines Nachfragerückgangs der Fahrzeug- und Maschinenbauer eingebrochen.

Der Jahresüberschuss sank bis zum 30. September von 47  Millionen Euro auf 6 Millionen Euro, wie Vorstandsvorsitzender Harald Kroener am Mittwoch in Ulm sagte. Der Absatz reduzierte sich von  521.000 Tonnen auf 392 000 Tonnen. Die Erlöse gingen um 40 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 2,9 Mrd. Euro). Seit Januar 2010 habe sich der Auftragseingang aber spürbar erholt, sagte Kroener. Dazu habe vor allem die asiatische Elektronikindustrie beigetragen. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet Wieland daher mit einem leicht positiven Ergebnis.

Die Wieland-Werke AG, zu der die vier deutschen Standorte in Ulm, Vöhringen, Villingen-Schwenningen und Velbert-Langenberg gehören, verbuchte einen Umsatzrückgang von rund 2,1 Milliarden Euro auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Auch das Ergebnis halbierte sich nahezu von  46 Millionen Euro auf 24 Millionen Euro. Der Gewinn sei im Vergleich zur Wieland-Gruppe wegen Rückstellungen in Höhe von rund 20  Millionen Euro noch relativ hoch, erklärte Kroener.

Die Wieland-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2008/09 durchschnittlich 6465 Mitarbeiter (Vorjahr: 6491 Beschäftigte) - davon  arbeiten derzeit 500 Mitarbeiter kurz. Ab April werde die Kurzarbeit weiter reduziert, kündigte Kroener an. Dann sollen nur noch davon 260  Menschen betroffen sein. Die Gruppe schließt aber eine erneute Ausweitung der Kurzarbeit nicht aus. (lsw)

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10.03.2010

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