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Massen-Unfall: Spekulationen um Rollstuhl, Obduktion dauert an

Die Obduktion der drei Leichen der in der Silvesternacht bei einer Massenkarambolage auf der Bundesstraße 30 getöteten Menschen wird sich noch einige Tage hinziehen. Mit schnellen Ergebnissen sei nicht zu rechnen, sagt Polizeisprecher Reiner Durst. Auch der Sachverständige brauche noch Zeit, bis er alle Spuren ausgewertet habe.

Die Obduktion der drei Leichen der in der Silvesternacht bei einer Massenkarambolage auf der Bundesstraße 30 getöteten Menschen wird sich noch einige Tage hinziehen. Mit schnellen Ergebnissen sei nicht zu rechnen, sagt Polizeisprecher Reiner Durst. „Da ist noch viel Kleinarbeit zu tun.“ Auch der Sachverständige brauche noch Zeit, bis er alle Spuren ausgewertet habe. „Das kann Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern.“

Bei dem schweren Unfall nahe der Ausfahrt Ulm-Donaustetten waren auf der autobahnähnlich ausgebauten Schnellstraße am frühen Neujahrsmorgen zwölf Fahrzeuge ineinander gerast – offenbar wegen einer plötzlich auftretenden Nebelbank. Ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Biberach und zwei 80 Jahre alte Eheleute aus Ulm starben. Nach ersten polizeilichen Ermittlungen waren die drei vor der Kollision aus ihren Fahrzeugen ausgestiegen (wir berichteten). Alkohol war nach bisherigen Erkenntnissen bei keinem der Unfallbeteiligten im Spiel.

Zwar bestätigte Durst auf Anfrage, dass am Unfallort Teile eines zerstörten Rollstuhls gefunden worden seien. Einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung vom Donnerstag, demzufolge der 20-Jährige und der 80-jährige Ehemann der gehbehinderten Frau noch in den Rollstuhl helfen wollten, als ein oder mehrere nachkommende Autos in die Personengruppe rasten, wollte der Polizeisprecher allerdings nicht weiter kommentieren. „Das ist bisher Spekulation.“ Durst warnte diesbezüglich vor voreiligen Schlüssen.

Bei dem Unfall waren 13 weitere Personen verletzt worden, 3 davon schwer.

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