Leichtathletik-DM als Erfolg für Ulm

Die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften haben glänzend eingeschlagen bei den Ulmern - vor allem auch wegen der attraktiven Kugelstoßwettbewerbe mitten in der Stadt. Auch im Donaustadion war viel los. Und sogar das Wetter hatte ein Einsehen. Mit Kommentar von Wolfgang Scheerer: DM hat das Zeug zur Marke

UWE |

Die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften haben glänzend eingeschlagen bei den Ulmern - vor allem auch wegen der attraktiven Kugelstoßwettbewerbe mitten in der Stadt. Sie waren zum Auftakt am Freitag auf dem Münsterplatz ausgetragen worden. Am Sonntag noch war der Wettkampf Gesprächsthema, ebenso wie der Meistertitel des beinamputierten Weitspringers Markus Rehm. Es hatte sich herumgesprochen, dass im Stadion was los ist. So bildeten sich am Sonntag zur Mittagszeit sehr lange Schlangen vor den Kassenhäuschen.

Sogar das Wetter hatte ein Einsehen, verschonte Sportler und Zuschauer größtenteils, vom heftigen Gewitter am Nachmittag mal abgesehen. Insgesamt kam man aber glimpflich davon. Die mehr als 600 Sternläufer aus der Region, die zu Beginn der Wettkämpfe ihre Ehrenrunde im Stadion drehen durften, waren jedenfalls trocken aus Vöhringen, Langenau und Blaustein angekommen. Die Kinder unter ihnen gingen nahtlos zum Autogramme sammeln über: Manches Sternlauf-Shirt darf so schnell wohl nicht gewaschen werden.

Die gelben Sterne auf dem eigens angelegten "Walk of Fame" der Meister des Vorjahres, werden bald verblassen. Von diesen Titelkämpfen wird aber noch länger geredet werden. Nicht nur in Ulm. 
 

Kommentar von Wolfgang Scheerer: Leichtathletik-DM hat das Zeug zur Marke

Ulm hat ein großartiges Leichtathletik-Wochenende erlebt - wieder einmal. Leichtathletik in Ulm, das wird sogar immer besser. Denn das Kugelstoßen auf dem Münsterplatz war ein besonderes Ereignis, das auf Anhieb blendend ankam beim Publikum, ihm den Sport noch näher brachte, ausstrahlte auf die gesamten Meisterschaften und ganz Deutschland eindrucksvolle Bilder lieferte. Ulm hat mit dem ersten Weitsprung-Meister mit Beinprothese und dem deutschen Rekord im 100-Meter-Lauf Sportgeschichte geschrieben.

Aber auch sonst passt alles. Nach fünf Deutschen Meisterschaften sind die Organisatoren vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und Stadt und die vielen ehrenamtlichen Helfer eingespielt, alles klappt laut- und reibungslos. Das Stadion in guter Lage hat genau die richtige Größe, um solche Wettkämpfe zu herausragenden Erlebnissen für Athleten und Zuschauer zu machen, und der Münsterplatz als Wettkampfort könnte sich etablieren.

DLV und Stadt sollten überlegen, ob sie nicht eine dauerhafte Verbindung eingehen: Gerade so, wie es der DFB mit dem Pokalfinale in Berlin vormacht. Leichtathletik-DM in Ulm - das hat das Zeug zur Marke. Beide Seiten würden davon profitieren, und Ulm könnte mit vergleichsweise geringerem finanziellen Aufwand große Wirkung erzielen. Hochklassigen Fußball wird das Donaustadion auf Jahre hinaus nicht erleben. Warum also nicht Leichtathletik?

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