Legionellen
Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien. In geringer Konzentration kommen sie häufig im Wasser vor und sind harmlos. Sie vermehren sich vor allem in stehendem Wasser bei Temperaturen von 25 bis 50 Grad Celsius. Bei Temperaturen über 60 Grad sterben sie ab. Ideale Verbreitungsorte sind Warmwasserspeicher, Luftbefeuchter und Klimaanlagen.
Für Menschen werden Legionellen erst dann zur Gefahr, wenn sie in großen Mengen über fein versprühte Tröpfchen - so genannte Aerosole - eingeatmet werden. Das kann etwa beim Duschen oder beim Aufenthalt in von Nasskühlanlagen klimatisierten Räumen der Fall sein. Das Schlucken von infiziertem Wasser ist dagegen unbedenklich.
Schätzungen zufolge infizieren sich in Deutschland jährlich mehrere hunderttausend Menschen mit Legionellen. Gesunde mit intaktem Immunsystem stecken die Infektion jedoch leicht weg oder merken gar nichts davon. Lediglich bei 7000 bis 10 000 Infizierten kommt es zu grippeartigen Symptomen, in der schweren Form zu einer Lungenentzündung, die auch unter dem Namen "Legionärskrankheit" bekannt ist. Sie kann tödlich enden. Gefährdet sind insbesondere starke Raucher, Nierenkranke, sowie Menschen mit Immunkrankheiten. Männer erkranken zwei bis dreimal so häufig wie Frauen.
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Autor: SWP | 24.03.2011
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