Krokodile in der Ulmer Kanalisation?
Ulm. „Zu Besuch bei...“ heißt die Serie der SÜDWEST PRESSE Online-Redaktion, in der wir Personen und Orte in Ulm und der Region vorstellen, die viele nicht kennen, jedoch einen Besuch wert sind. Heute: Zu Besuch bei Herbert Sehr, der für die Ulmer Kanalisation zuständig ist.
Wo fließt das Wasser hin, das wir beim Duschen, Händewaschen und dem Toilettengang einfach ins Nichts ablassen? Herbert Sehr weiß es. Er kennt sich mit Abwasser bestens aus. In den meisten Bereichen Ulms gibt es einen Kanal für jegliche Art von Abwasser. Doch manchmal herrscht das sogenannte Trennsystem vor, bei dem es zwei Rohre gibt: eines für häusliches und Industrieabwasser, eines für verschmutztes Regenwasser, das etwa durch Straßenschächte in die Kanalisation gelangt. Die größten Kanalrohre haben einen Durchmesser von drei Metern.
"Wir transportieren das Wasser", erklärt Sehr. Die Entsorgungsbetriebe der Stadt Ulm (EBU) bauen und warten verschiedene Becken, Pumpwerke und das Abwasser-Kanalnetz. Für Kläranlagen und die Trinkwasserversorgung sind sie nicht zuständig. Während ein Regenüberlaufbecken manchmal innerhalb von fünf Minuten vollgelaufen ist, dauert das Abpumpen zehn Stunden. Der Schmutzstoß wird zur Kläranlage weitergeleitet, das saubere Wasser gelangt dann in Grenzgräben, Vorfluter, Blau oder Donau. Die großen Becken sind nicht nur bei Regen nützlich. Auch Wasser, das bei Unfällen mit Giftstoffen verseucht wird, oder Löschwasser kann dort aufgefangen, untersucht und gereinigt werden.
Eine Erweiterung der Ulmer Kanalisation ist nicht geplant. "Nur wenn neue große Erschließungsgebiete hinzukommen, benötigen wir neue Becken", erklärt der Abteilungsleiter der Abwasser- und Wasserwirtschaft. Rund 200 Kilometer ihrer Rohre spülen die EBU jährlich durch. Alle drei Jahre wird damit das gesamte Netz komplett durchgespült. "Kanäle halten hundert Jahre, wenn sie richtig verdichtet und richtig gewartet werden", weiß Sehr. Mit insgesamt 37 Mitarbeitern, die fürs Abwasser zuständig sind, sollte das auch in Ulm der Fall sein.
Sehen Sie Herbert Sehr im Video-Interview. Er erzählt Wissenswertes über die Ulmer Kanalisation und gibt Antwort auf die Frage "Gibt es dort Krokodile?"
"Wir transportieren das Wasser", erklärt Sehr. Die Entsorgungsbetriebe der Stadt Ulm (EBU) bauen und warten verschiedene Becken, Pumpwerke und das Abwasser-Kanalnetz. Für Kläranlagen und die Trinkwasserversorgung sind sie nicht zuständig. Während ein Regenüberlaufbecken manchmal innerhalb von fünf Minuten vollgelaufen ist, dauert das Abpumpen zehn Stunden. Der Schmutzstoß wird zur Kläranlage weitergeleitet, das saubere Wasser gelangt dann in Grenzgräben, Vorfluter, Blau oder Donau. Die großen Becken sind nicht nur bei Regen nützlich. Auch Wasser, das bei Unfällen mit Giftstoffen verseucht wird, oder Löschwasser kann dort aufgefangen, untersucht und gereinigt werden.
Eine Erweiterung der Ulmer Kanalisation ist nicht geplant. "Nur wenn neue große Erschließungsgebiete hinzukommen, benötigen wir neue Becken", erklärt der Abteilungsleiter der Abwasser- und Wasserwirtschaft. Rund 200 Kilometer ihrer Rohre spülen die EBU jährlich durch. Alle drei Jahre wird damit das gesamte Netz komplett durchgespült. "Kanäle halten hundert Jahre, wenn sie richtig verdichtet und richtig gewartet werden", weiß Sehr. Mit insgesamt 37 Mitarbeitern, die fürs Abwasser zuständig sind, sollte das auch in Ulm der Fall sein.
Sehen Sie Herbert Sehr im Video-Interview. Er erzählt Wissenswertes über die Ulmer Kanalisation und gibt Antwort auf die Frage "Gibt es dort Krokodile?"
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Autor: Lydia Bentsche | 31.05.2010
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Stolzer Durchmesser von 2,4 Metern: Hier geht's rein in die Kanalisation. Foto: Daniel Glanz
Bild 1 von 17
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