Kommentar Mountain-Biker: Unverantwortlich
Autor: JÜRGEN BUCHTA |Spaß ist das Eine, Verantwortung das Andere. Bei den Mountain-Bikern an der Böfinger Halde und an manch anderen Stellen in der Stadt kommt beides nicht zusammen.
Nicht nur, dass diese Radler für ihren Sport „wilde“ Pfade und Rampen auf einem Gelände nutzen, das ihnen nicht gehört und wo sie nichts zu suchen haben. Auch wenn man über die dadurch verursachten Schäden an Tier- und Pflanzenwelt großzügig hinwegschaut: Sie gefährden ihre Mitmenschen in einer Weise, die unverantwortlich ist.
Wie etwa sollten sie Kindern ausweichen, die ihre durchs Buschwerk geschlagenen Pfade fürs Versteckspiel gerade so attraktiv finden, wenn sie im Karacho zu Tal jagen? Wie sollten sie alle Spaziergänger, Jogger und Nordic-Walker rechtzeitig erkennen, wenn sie im hohen Tempo aus dem Gebüsch heraus deren Wege überspringen?
Allein die beiden Biker, die sich in Gegenwart der Förster einen Dreck um deren ausgesprochenes Fahrverbot geschert haben, beweisen, wie rücksichtslos, selbstgerecht und selbstherrlich diese Sportler sein können.
Was hilft, sind strenge Kontrollen und saftige Strafen. Zwar dürfen auch Mountain-Biker die ausgewiesenen Wege an der Böfinger Halde nutzen – was sie langweilig und fade empfinden, gewiss. Wer aber mehr will, der soll sich auf speziell dafür vorgesehene Plätze zurückziehen. Auf öffentlichem Gelände ist dafür kein Raum.





