Ausbau der Kläranlage in Holzschwang dringend nötig
Holzschwang. Mit der Kläranlage in Holzschwang muss dringend was geschehen, sonst klappt es mit der Genehmigung nicht mehr. Doch der Ausbau wird ...Mit der Kläranlage in Holzschwang muss dringend was geschehen, sonst klappt es mit der Genehmigung nicht mehr. Doch der Ausbau wird teuer.
Die 1988 gebaute Kläranlage ist nicht mehr zeitgemäß. Und zwar derart, dass das Wasserwirtschaftsamt Krumbach ein Ultimatum gesetzt hat: Die Stadt Neu-Ulm muss bis Mitte des Jahres entscheiden, ob die Anlage geschlossen oder so ausgebaut wird, dass ein Weiterbetrieb genehmigt werden kann. Denn das Wasserrecht wurde verschärft.
Die veränderten Auflagen betreffen die Kläranlage in Holzschwang in zwei Punkten. Erstens muss beim Reinigen des Abwassers mehr Stickstoff abgebaut werden, erläutert der städtische Abteilungsleiter Uli Frommer. Zweitens gibt es Probleme mit der Behandlung des Regenwassers. Auch da sind die Auflagen mittlerweile deutlich schärfer.
Wie fast überall in der Stadt wird auch in Holzschwang im so genannten Mischsystem entwässert: gereinigtes Abwasser und Regenwasser fließen gemeinsam in den Entwässerungsgraben. Bei heftigen Gewittern kommt so eine Menge Wasser zusammen. 2126 Liter pro Sekunde galten früher für die Anlage in Holzschwang als Grenzwert, 20 Liter pro Sekunde sind es jetzt.
Die Stadt hat deshalb das Büro Wassermüller beauftragt, Möglichkeiten für einen Ausbau zu untersuchen. Unter allen acht unter die Lupe genommenen Varianten kristallisierte sich ein eindeutiger Favorit heraus. Demnach müsste:
- der Entwässerungsgraben an der Kläranlage renaturiert werden. Er könnte dann mehr gereinigtes Wasser aufnehmen. Die Renaturierung wäre jedenfalls wesentlich günstiger als der Bau eines Regenrückhaltebeckens.
- die Kläranlage saniert werden. Das gereinigte Abwasser würde mit Hilfe einer Rohrleitung zur Leibi ablaufen. Die Leibi ist deutlich leistungsfähiger als der kleine Entwässerungsgraben in Holzschwang.
Alles in allem rechnet das Büro Wassermüller mit Kosten von 1,9 Millionen Euro. Auf lange Sicht wäre dies die wirtschaftlichste Variante, hieß es in der Sitzung des technischen Ausschusses. Die Stadträte waren sich einig, dass diese Variante weiterverfolgt werden soll.
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Autor: CHIRIN KOLB | 07.02.2012
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