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Keine Streiks mehr bis nach Weihnachten

Die Busfahrer von Schwaben Mobil werden in den nächsten Tagen nicht streiken. Derweil dringen die Ulmer Grünen auf eine Lösung des Konflikts bis zum Jahresende.

JÜRGEN BUCHTA | 3 Meinungen

Die Gewerkschaft Verdi hat entschieden, die Streiks der Schwaben-Mobil-Fahrer bis nach Weihnachten auszusetzen. „Nach 40 Streiktagen seit März sollen die Fahrgäste nicht im Unklaren gelassen werden“, teilte die hiesige Verdi-Geschäftsführerin Maria Winkler am Donnerstag mit - dem ersten Tag seit 6. Dezember, an dem die Fahrer nicht zum Streik aufgerufen wurden. Jetzt sei die Politik in der Verantwortung, eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen. „Wir sind bereit dazu und erwarten ein entsprechendes Tarifangebot.“

Die Grüne Stadtratsfraktion will die Hängepartie rund um den Streik der Schwaben-Mobil-Fahrer nicht länger hinnehmen. Sie fordert Verdi und die Geschäftsführung der Firma auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und bis zum Jahresende eine Lösung zu finden. Für den Grünen SWU-Aufsichtsrat Michael Joukov ist der Streik ein Argument für weiteren Straßenbahn-Ausbau. Der Schienenverkehr unterliege einem anderen Vergaberecht als der Busverkehr.

Einen ähnlichen Appell wie die Grünen richtet der Gesamtelternbeirat der Ulmer Schulen an die Verantwortlichen. Vom Streik besonders betroffen seien die Schüler, die in Eiseskälte immer wieder vergeblich auf ihren Bus warten.

Oberbürgermeister Ivo Gönner betonte im Gemeinderat, er werde anders als immer wieder gefordert kein Machtwort in der Sache Schwaben Mobil sprechen, denn: „Die Stadt Ulm ist nicht Tarifpartner.“ Wenn er aber um Vermittlung gebeten werde – „jederzeit“.

Wir berichteten über die aufgeheizte Stimmung am Mittwoch im Rathaus, als dort Schwaben Mobil-Fahrer demonstrierten. Stadtrat Erik Wischmann (FDP) bewegte sich so rücksichtslos durch ihre Reihen, dass einem Fahrer alles aus den Händen fiel. Nur das entschiedene Eingreifen ihres Betriebsratsvorsitzenden Ishak Tangüner hinderte die aufgebrachten Fahrer, Wischmann in den Sitzungssaal zu folgen. Der schrieb am Donnerstag, dass er sich „lediglich so schnell wie möglich zum Ratszimmer begeben wollte, um dem infernalischen Lärm, verursacht durch gut 20 Trillerpfeifen, zu entgehen“.

3 Kommentare

02.01.2013 11:30 Uhr

Artikel der Badischen Zeitung

Hier ein Artikel der Badischen Zeitung:
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/busfahrer-sind-seit-zehn-monaten-im-dauerstreik--67679765.html
Darin heißt es über die Schwaben-Mobil-Fahrer: "Sie bekommen knapp 11 Euro die Stunde und haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi damit die niedrigsten Löhne unter den Busfahrern in ganz Baden-Württemberg." Die Ulmer Gemeinderäte und OB Gönner sollten sich einmal dazu äußern, ob diese Aussage stimmt und die Fahrer hier tatsächlich die niedrigsten Löhne in BaWü bekommen. Auch die SWP könnte hier einmal recherchieren und zum Vergleich Zahlen der anderen Großstädte in BaWü liefern!

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22.12.2012 09:25 Uhr

Trauriger Rekord

Ulm ist in diesem Jahr bundesweit die Stadt mit den meisten Streiktagen im öffentlichen Nahverkehr. Uns Ivo sollte sein ganzes Gewicht einbringen und vermittelnd einschreiten. Dabei sollte er seinem Namen Ehre machen und den Busfahrern den baden-württembergischen Tariflohn gönnen. Bei den SWU ist genügend Geld da, wie man an den Bauausgaben und dem Werbeetat unschwer feststellen kann.

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21.12.2012 22:54 Uhr

Feiertagzuschläge?

Kommt es mir nur so vor, oder ist es tatsächlich so, dass an Sonn- und Feiertagen immer schön brav gefahren wird, um dann unter der Woche zuverlässig in den frühen Morgenstunden gestreikt wird?

Das Ganze wird aus meiner Sicht immer mehr zu einem verbitterten Feldzug der Verantwortlichen bei ver.di. Offenbar ist ein Kompromiss mit dem Ego dieser Personen nicht vereinbar.

Hier geht es doch nur noch darum, dass ver.di "gewinnt", und schon lange nichtmehr um die Busfahrer.

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