Keine Probleme mit Finanzierung: Möbel Mahler zieht Neu-Ulm durch

Die Baustelle von Möbel Mahler im Starkfeld läuft. Die Eröffnung ist für Sommer geplant. Firmenchef Gerhard Mahler weist Brancheninfos zurück, nach denen er Probleme mit der Projekt-Finanzierung hat.

FRANK KÖNIG ... |

Der Möbelhändler Mahler (Bopfingen) liegt mit dem neuen Einrichtungshaus in Neu-Ulm im Plan. Die Eröffnung ist für Sommer geplant. Firmenchef Gerhard Mahler und Vertriebsleiter Ronald Kegel reagierten daher gestern bei einem Besuch in unserer Redaktion mit Unverständnis auf Berichte eines Möbel-Branchendienstes, nach dem die Neubelebung des Mutschler-Standorts im Starkfeld zum Problem für Mahler werde und das Unternehmen finanziell strapaziere. "Wir sind ein Topladen", sagte Mahler unter Verweis auf Umsatz- und Ergebniszahlen.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres liege der Umsatz entgegen dem Trend in der Branche um zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Bereits 2012 wurde an den drei Mahler-Standorten Bopfingen, Wolfratshausen und Siebenlehn bei Leipzig ein Umsatz von annähernd 200 Millionen Euro erzielt - und zwar bei guter Marge, betonte Mahler.

Vor diesem Hintergrund steht auch der Finanzierung des neuen Möbelhauses nichts im Wege, die Mahler ohne Bankkredite unter Mitwirkung eines namhaften industriellen Investors stemmen kann. Der Investor stellt dafür Kapital in mehreren Tranchen zur Verfügung. Das gesamte Projekt sei mit Blick auf die Rendite genau durchkalkuliert. sagte Mahler. Die Berichte, nach denen man die Kosten nicht im Griff habe, seien aus der Luft gegriffen. Die Hochbauarbeiten mit Fertigteilen haben inzwischen begonnen.

Der Branchendienst im Internet stützt sich bei seiner Berichterstattung auf eine "Lieferanteninformation", die Mahler Mitte des Monats März verschickt hat und in der es darum geht, wie die Rechnungen der Lieferanten über den Finanzdienstleister Euro Delkredere beglichen werden - und zwar speziell mit Blick auf das deutlich wachsende Bestellvolumen nach der Eröffnung des Möbelhauses in Neu-Ulm.

Mahler erwartet sich an dem neuen Standort einen Jahresumsatz in Höhe von konservativ betrachtet 70 Millionen Euro. In dem Schreiben an die Lieferanten heißt es: "Wir sind sehr optimistisch, dass es gelingt, an diesem Standort interessante Umsätze zu generieren."

Das Bestellvolumen bei den Lieferanten erhöht sich entsprechend, was bei Mahler gemäß dem Informationsbrief "eine genaue Planung der Ressourcen notwendig macht." Es läuft darauf hinaus, die hinterlegten Zahlungsgarantien stärker an das tatsächliche Bestellvolumen anzupassen. Auf diese Weise muss Mahler weniger Sicherheiten bei den Finanzdienstleistern stellen, die seine Zahlungen an die Lieferanten versichern, und spart sich Prämien in erheblicher Höhe.

Mahler legte Wert darauf, dass entgegen den Berichten im Internet auch mit dem Rückversicherer Zurich Insurance eine neu abgeschlossene Vereinbarung über Garantien für die Lieferantenkredite vorliegt. Der Umfang sei komfortabel.

Mit den Lieferanten würden die Gespräche über Deckungsgarantien für Bestellungen aus den bestehenden drei Häusern zügig geführt. Sodann geht es um die Ausstattung des Neu-Ulmer Möbelhauses mit Ware. Neue Garantiegrenzen für Lieferanten "unter Einbeziehung der Größen für Neu-Ulm" sollen spätestens bis 1. Juli 2013 vereinbart werden. Damit sieht sich Mahler auf das "außergewöhnliche Wachstum unserer Firmengruppe" durch den Standort Neu-Ulm vorbereitet.

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