Kandidaten im Öko-Check: Naturschützer sehen beim OB öfter rot

Beim Öko-Check des Bunds Naturschutz in Bayern hat OB-Kandidat Dr. Detlef Kröger besser abgeschnitten als Amtsinhaber Gerold Noerenberg.

EDWIN RUSCHITZKA | 3 Meinungen

Zu sieben Themen hat die Neu-Ulmer Ortsgruppe des Bunds Naturschutz die drei OB-Kandidaten befragt. Dabei hat Dr. Detlef Kröger, Kandidat von SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP, die Bund-Aktivisten mehr überzeugt als CSU-Amtsinhaber Gerold Noerenberg. PRO-Kandidat Stephan Salzmann hat nicht geantwortet.

Alle Antworten wurden vom Bund mit Ampellichtern bewertet: Grün für die zufriedenstellendste Antwort, bei Gelb war sich der Bund nicht so ganz schlüssig. Und mit Rot wurden Antworten bewertet, die nicht mit den Meinungen des Bunds übereinstimmen. Teilweise wurden die Antworten mit zwei Farben bewertet. Kröger erhielt zweimal gelb und siebenmal grün, Noerenberg zweimal rot, siebenmal gelb und nur dreimal grün.

Gute Ansätze sieht der Bund bei beiden beim Thema Atomausstieg, Energiewende und Umweltschutz. Beim Thema Bewahrung der Heimat und der Kulturlandschaft taucht bei Noerenberg das erste Rot-Gelb-Licht auf. Der Grund: Sein Festhalten am Straßenneu- und -ausbau sei nicht akzeptabel, außerdem sollte er zurückhaltender mit der Baulanderschließung im Außenbereich umgehen. Für Krögers Aussagen, weniger Flächen zu versiegeln, gibts Grün. Beim Thema ökologischer Landbau und Gentechnikfreiheit punktet Kröger besser, weil er unter anderem regionale Märkte in den Ortsteilen befürworte. Auch beim Thema Artenvielfalt, Hochwasserschutz und grüne Lungen hat Kröger aus Sicht des Bunds einen Vorteil.

Beim Thema Mobilität und innerörtliche Lebensqualität gibts für Noerenberg wieder Rot und Gelb. Seine Aussagen zum Bus-, Regio-S-Bahn- und Radkonzept seien zu vage, auch bei Kröger (Gelb und Grün) wird gemäkelt, dass er zu unkonkret sei. Beim Thema Nachhaltigkeit sei bei Noerenberg nicht zu erkennen, dass er diesbezüglich seine Politik ausrichten würde. Krögers Aussagen seien klarer. Abschließend bei der Bürgerbeteiligung sei bei Noerenberg das Ziel, diese auszubauen, zwar erkennbar, die Entscheidungshoheit sehe er aber beim Stadtrat. Weil sich Kröger für regelmäßige Bürgerbeteiligungen, für Transparenz und Entbürokratisierung ausspricht, punktet er besser.

3 Kommentare

09.03.2014 12:18 Uhr

Jetzts wirds doch noch eng...

Herr Kröger scheint,trotz der verbalen Klatsche vom hochgeschätzten Herrn Feucht,kein Verwalter ,sondern eher Visionär zu sein.
Amtsinhaber OB Noerenberg dagegen ist offensichtlich am erhalten des Status Quo interessiert,die Zukunft wirds schon irgendwie selber richten.Herr Salzmann sagte schon ganz richtig:
Eine Stadt gehört nicht verwaltet,sondern mit Visionen vorangebracht.

Was beim OB immer wieder auffällt : Wollen wir net,können wir net,geht net!....STIMMT NET

Beispiele wären : Wohnmobilstellplatz Atlantis - OB Zitat : Brauchen wir nicht ,wollen wir nicht.Das ist schlicht kurzsichtig ,wenn nicht gar fahrlässig blind.Die Region Ulm braucht dringen einen solchen Stellplatz.Wenn sich der OB mal die Mühe machen würde ,über den Stellplatz am Ulmer Stadion zu spazieren ,dann wüßte er ,welches Potential verloren ginge, wenn dieser Platz (wegen der umweltschädlichen Umweltplakette)bald geschlossen wird ohne Ersatz bereitzustellen.
Beispiel Strassenbahn: In dieser Zeitung war zu lesen : Dr.Kröger bemüht sich um den Strassebahnausbau,sofort folgt das OB -Dementi : Geht net,gibt keine Fördermittel mehr. STIMMT NET!
Dr.Kröger hakt nach, und siehe da : GEHT DOCH!Es gibt doch noch Fördermittel ,wenn man denn nur richtig dranbleibt.
Herr OB,den Vorwurf müssen sie sich jetzt gefallen lassen,es geht vieles ,wenn man es auch will,und da scheint ihnen der Konkurrent einiges an Hartnäckigkeit vorauszuhaben.
Der Herr Schikorr meinte auch, er wäre ein guter Beamter und Verwalter,aber das reicht als OB nun mal heutzutage nicht mehr.

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12.03.2014 09:08 Uhr

Antwort auf „Jetzts wirds doch noch eng...”

man kann nur etwas ändern, wenn man es ändert.

Wir Neu-Ulmer haben es jetzt in der Hand …
entweder wir wollen etwas verändern, oder wir sind mit dem was wir haben zufrieden.

So lange es den Menschen gut geht, braucht sich doch keiner um sein Pöstchen bangen.

ne Straßenbahn bis nach Burlafingen fände ich toll, die könnte von Offenhausener Kreisverkehr einspurig nach Pfuhl, durch die Hauptstraße => über das Schulzentrum nach Burlafingen, bis hoch zum Aldi => dann wieder zurück einspurig nach Pfuhl über die Leipheimer Straße bis zum Kreisverkehr nach Offenhausen => von dort wieder zweispurig nach Neu-Ulm verlaufen. Somit könnte man den Autoverkehr und ggf. den Busverkehr in der Hauptstraße und in der Leipheimer Straße reduzieren.

Aber jetzt mal ehrlich… wen hat denn bisher der Durchgangsverkehr in Pfuhl interessiert. Eigentlich niemanden. Wer oder warum soll denn da etwas verändern?

Ach Herr Schmitz… gehören Sie etwa auch zu denen, die Rücksichtslos mit Ihrer Umwelt umgehen?

Es sind doch die Naturschützer, die dafür sorgen, dass solche Leute wie sie überhaupt noch atmen können.
Manchmal frage ich mich, wie nett darf man eigentlich sein, Umsicht gegen die Nettiquete zu verstoßen … grinsen

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09.03.2014 13:25 Uhr

.. Und ich seh' bei Öko und sogenannten Naturschützern immer ROT!!!

"Naturschützer sehen beim OB öfter rot"

Kein Problem, denn ich seh' bei Öko und sogenannten Naturschützern auch oft ROT!!!

Also: Je weniger einer Öko ist, desto mehr Stimmen bekommt er!!!

Wir sind ja nicht bei den Grünen oder beim Nabu., Bund oder so was.

Zum Glück!!!

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