KOMMENTAR · GEMEINSCHAFTSSCHULEN: Wichtig ist, was drinsteckt
Jetzt ist fix, was die Schulleiter und die Gemeinden sich erhofft hatten: Ulm und der Alb-Donau-Kreis bekommen ihre Gemeinschaftsschulen. Allein rund um Ehingen bleibt ein weißer Fleck auf der Landkarte.
Autor: UTE GALLBRONNER |Jetzt ist fix, was die Schulleiter und die Gemeinden sich erhofft hatten: Ulm und der Alb-Donau-Kreis bekommen ihre Gemeinschaftsschulen. Allein rund um Ehingen bleibt ein weißer Fleck auf der Landkarte. Damit haben nun auch die Eltern in der Region die Wahl zwischen allen Schularten, die es überhaupt gibt. Das ist ein großer Luxus und zugleich eine nicht zu unterschätzende Last.
Die neue Gemeinschaftsschule ist eine Chance. Eine Chance, welche die Schulen nutzen müssen. Sie müssen beweisen, dass die Entscheidung über die Zukunft nicht schon im Alter von zehn Jahren getroffen werden kann. Sie müssen vor allem die Eltern davon überzeugen, dass längeres gemeinsames Lernen nach den neuen Konzepten für ihre Kinder der richtige Weg ist.
Über kurz oder lang wird es ohnehin nur noch ein zweigliedriges Schulsystem geben. Für alles andere gibt es schlicht und ergreifend nicht mehr genügend Kinder - zumindest nicht für wohnortnahe Schulen. Das werden bald sogar die Bayern einsehen müssen.
Das Ja zu den Gemeinschaftsschulen ist ein wichtiger Schritt weg von ideologisch geprägten Diskussionen. Es ist eine Chance, neue Wege zu beschreiten. Relevant ist letztlich nicht, was auf der Verpackung steht, sondern was drinsteckt. Die Kooperation zwischen der Spitalhofschule und Ulrich-von-Ensingen-Schule sollte Vorbild sein. An den Lehrern liegt es nun, die Hülle mit Leben zu füllen.





