Josef Schuster im SWP-Forum: Integration braucht Zeit

Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen könne nicht innerhalb von 12, 24 oder 36 Monaten gelingen. Eine der Aussagen im SWP-Forum mit Dr. Josef Schuster. Mit Video.

RUDI KÜBLER |

 „Das ist Utopie“, stellt Schuster, seit November 2014 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, mit Blick auf die Flüchtlingswelle fest. Vollständige Integration bedürfe eine bis zwei Generationen, so der 61-jährige Mediziner, der zu Gast im Forum der SÜDWEST PRESSE war. Schuster hatte zuvor den 150 Zuhörern im Stadthaus erklärt, dass es den jüdischen Gemeinden in Deutschland gelungen sei, zwischen 1991 und 2005 rund 200 000 jüdische Kontingentflüchtlinge aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu integrieren. „Die Minorität hat eine Majorität integriert. Das ist eine Erfolgsgeschichte.“

Die Aufarbeitung des Nationalsozialismus habe große Schritte nach vorne gemacht, sagte Schuster. „Es läuft gut quer durchs Land.“ Hitlers „Mein Kampf“ als Lektüre für den Schulunterricht? Das könne er sich durchaus vorstellen – wenngleich in reduzierter Form von 50 Seiten. Dem Münchner Institut für Zeitgeschichte stellte Schuster hervorragende Noten für die 2000 Seiten umfassende Bearbeitung aus, „das sind klare Kommentierungen zu den erfundenen, erstunkenen und erlogenen Aussagen in Hitlers Buch. Ich möchten den Neonazi sehen, der das liest.“

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