Jedes Ehrenamt hat ein Gesicht
Ohne Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren, wäre es um eine Stadtgesellschaft schlecht bestimmt. Wir zeigen vier Gesichter im Ehrenamt.
Autor: EDWIN RUSCHITZKA |Er hat gerade das Abitur hinter sich gebracht, jetzt will Armin Rothermel aus Neu-Ulm vielleicht ein Jahr ins Ausland gehen oder gleich studieren. Der 19-Jährige ist Vorsitzender des Jugendausschusses der evangelischen Petrusgemeinde und dort seit fünf Jahren in der Jugendarbeit aktiv. Er bereitet Konfirmanden vor, "weil ein Pfarrer oft weit weg von Jugendlichen ist". Ihm gefällt das dabei "offene Miteinander" und der "unmittelbare Kontakt" mit jungen Menschen.
Wolfgang Barthold, arbeitet bei der Innungskrankenkasse, er leitet seit 25 Jahren den katholischen Pfarrgemeinderat von Sankt Johann Baptist. Und er ist seit vielen Jahren Chef der Theatergruppe "Vorhangschlupfer". Dem 59 Jahre alten Neu-Ulmer macht es einfach Spaß, "mit Leuten zusammen zu sein". Das Ehrenamt ist ihm inzwischen ein liebgewordener Alltag geworden. Und er ist der Überzeugung, dass er im Ehrenamt zudem seinen "Glauben umsetzen kann".
Gabi Binder, 56 Jahre alt, aus Ludwigsfeld ist Hausfrau. Und sie kam erst relativ spät zum Ehrenamt. Zuerst half sie beim Mittagstisch der Seniorenwohnanlage Albertinum im Wiley, jetzt arbeitet sie im Second-Hand-Shop der Caritas mit, im Fairkauf. "Ich hab mit dem Ehrenamt auch gelernt, meine Meinung zu sagen, deshalb bringt mich diese Arbeit persönlich voran." Und sie hat im Umgang mit den alten Menschen gelernt, "anders mit meinen eigenen Eltern umzugehen".
Kim Kögel (18) aus Senden macht gerade ihr Fachabitur. Sie ist erst seit fünf Monaten im Ehrenamt aktiv - und das bei der Aidshilfe und auch im Familienzentrum Neu-Ulm. Dort gibt sie Computerkurse für Migranten und alte Menschen, was ihr sehr viel Spaß macht. Sie sieht diese Arbeit aber auch als Vorbereitung für einen Beruf im Sozialbereich. Sie hat Praktika in der Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe absolviert.





