IHK-Gegner bestehen auf Sigmaringer Urteil
Ulm. Die Luft für die IHK wird dünn. Sie unterlag mit ihrem Antrag auf Berichtigung des Urteils. Außerdem haben die Gegner die Sicherheitsleistung hinterlegt.
Am Donenrstag haben die Gegner selbst eine Grundvoraussetzung für die vorläufige Vollstreckung geschaffen. In bar haben sie auf dem Ulmer Amtsgericht eine so genannte Sicherheitsleistung in Höhe von 4500 Euro hinterlegt und die entsprechende Urkunde darüber der IHK-Geschäftsleitung übergeben. Diese Summe stünde der Kammer als Schadensausgleich zu, wenn sie das Banner von ihrem Hauptgebäude an der Olgastraße entfernen würde, in einer möglichen späteren Instanz aber doch Recht bekäme.
Ob es dazu überhaupt kommen wird, ist ungewiss. Das Verwaltungsgericht hat mit Hinweis auf die geltende Rechtsprechung keine Berufung zugelassen. Die IHK hat dennoch einen Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt, über den noch nicht entschieden wurde. Mit einem weiteren Antrag ist die Ulmer IHK aber gescheitert. Sie wollte das Sigmaringer Urteil berichtigen und die Sicherheitsleistung auf 17.700 Euro hochsetzen lassen.
Am Freitag soll es über die Mittagszeit einen letzten Versuch geben, die Angelegenheit gütlich beizulegen. Die Gegner haben um ein Gespräch mit IHK-Präsident Peter Kulitz und Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle gebeten. Sollte es zu keiner Einigung kommen und das Urteil schriftlich vorliegen, werden die Gegner den Gerichtsvollzieher bemühen, um die Forderungen des Gerichts durchzusetzen: das Banner abzuhängen und die Internet-Seiten der IHK von der unzulässigen Werbung für S 21 zu bereinigen.
Problematisch könnte auch das angedachte Vorhaben der IHK werden, das Banner am Hauptgebäude auszutauschen, um für die Volksabstimmung am 27. November zu werben. In einem ähnlichen Fall hat das Verwaltungsgericht Stuttgart geurteilt, dass ein Plakat als Werbeträger an sich schon gegen das Gebot der Zurückhaltung verstoße.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: HANS-ULI MAYER | 28.10.2011
| Artikel twittern |
|
|
Die Kammergegner um Michael Joukov (rechts) haben gestern eine Grundvoraussetzung dafür geschaffen, um das Banner - wie vom Gericht gefordert - am IHK-Gebäude abhängen zu lassen.
MEISTGELESENE ARTIKEL
Transporter rast mit hohem Tempo auf Wohnmobil
Langenau Noch unklar ist die Ursache für einen schweren Auffahrunfall am Donnerstag auf der Autobahn 7 bei Langenau, bei dem ein Transporter mit extrem hohem Tempo auf ein Wohnmobil auffuhr. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt, eine Katze wird vermisst.... mehr
Schwerer Vorfahrtunfall auf neuer Kreuzung bei Brenz
Weil eine Autofahrerin die Vorfahrt nicht beachtete, kam es am Dienstag zu einem verheerenden Unfall auf der neuen Bundesstraße 492: Die Unfallverursacherin wurde lebensgefährlich verletzt.... mehr
Schulbus durchbricht Leitplanke und kippt um
Burgrieden/Rot Der Fahrer eines mit elf Schülern besetzten Schulbuses ist am Donnerstagmittag von der Straße abgekommen, durch eine Leitplanke gebrochen und anschließend im Graben auf die Seite gekippt. Ein Großaufgebot an örtlichen und überregionalen Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei musste zum Einsatz anrücken.... mehr
Ruf nach Heim ohne Waffen - Memminger Schütze knackte gesicherten Tresorraum seines Vaters
Memmingen/Stuttgart Nach dem Memminger Amok-Alarm fordern Grüne und Opferverbände ein schärferes Waffenrecht. Der 14-Jährige hatte Waffen des Vaters entwendet.... mehr
Fremde Feder - Hans Küng: Papst provoziert Ungehorsam
Auf dem alternativen wie auf dem offiziellen Katholikentag in Mannheim herrschten allgemein Unmut und Frustration über die Verschleppung innerkirchlicher Reformen. Im scharfen Kontrast dazu bereitet Papst Benedikt XVI. für Pfingsten offensichtlich die definitive Versöhnung der katholischen Amtskirche mit den traditionalistischen Piusbrüdern, deren Bischöfen und Priestern vor.... mehr

ZURÜCK

Kommentare (11)
Ausstieg? HA NOI!
Der Präsident des OVG hat ja nun schon angedeutet, dass dieses Urteil nicht halten wird.Da sollte man das mit dem Abhängen nicht überhasten.
Mich ärgert diese Selbstherrlichkeit
mit der sich die IHK dagegen sträubt ein rechtsgültiges Gerichtsurteil zu akzeptieren. Ich bin weder Gegner noch Befürworter vorn S21und frage mich wie Herr Kulitz die Beiträge von seinen zwangsverpflichteten Kammermitgliedern eintreibt? Antwort vorab: Nötigenfalls mit Hilfe von Gerichten!Frieden
Warum können nicht alle Menschen in Frieden zusammenleben, ohne sich zu streiten?