Husky-Hündin absichtlich vergiftet?

Als ihre Hündin Arca vor vier Wochen krank wird, vermutet das Ehepaar Salaris aus Neu-Ulm zunächst nichts Schlimmes. Einen Tag später ist Arca tot - sie hatte Gift gefressen.

DANA HOFFMANN |
Zwei Tage lang konnte Husky-Hündin Arca nichts fressen, erbrach sich auf den Fußboden und schlief. "Sie war richtig platt, so wie Menschen, wenn sie eine Magen-Darm-Grippe haben", erinnert sich Tanja Salaris. Der Verdacht: Ein Stück Knochen, an dem Arca am Vortag genagt hatte, könnte sich verhakt haben.

Die Röntgen-Untersuchung beim Tierarzt bestätigt diese Vermutung zunächst. Allerdings helfen weder Medikamente noch das bewährte Sauerkraut, die Knochenmasse zu lösen. Arca muss operiert werden, Tanja Salaris wartet vor der Tür. "Der Tierarzt kam irgendwann raus und hat gesagt, er habe eine schlechte Nachricht: Der Hund wird sterben." Der Knochenbrei in Arcas Darm kam nicht weiter, weil große Teile des Verdauungsapperates bereits zerstört waren. "Ich konnte es sehen, alles war blutig und kaputt", sagt Salaris. Die Schäden, so der Tierarzt, seien eindeutig auf eine Vergiftung zurück zu führen. Welches Mittel Arca gefressen hat, kann er nicht sagen.

Tanja Salaris und ihren Mann Alexander quält aber vor allem die Frage: Wo und wann hat ihre Hündin Gift gefressen?
"Wir vermuten, dass es ihr jemand in den Garten geworfen hat", sagt Tanja. Bei Spaziergängen sei die stürmische Arca stets angeleint gewesen. "Da hätten wir wahrscheinlich bemerkt, wenn sie was gefressen hätte."
Dass Rattengift offen herumliege, sei ohnehin eher unwahrscheinlich, sagt ein Sprecher der Stadt Neu-Ulm. "Wir benutzen befestigte Köder-Boxen, die laufend kontrolliert werden. Ein Hund würde an das Gift gar nicht herankommen." Schon häufiger hätten Hundebesitzer vermutet, dass ihr Vierbeiner Opfer von städtischem Gift geworden sind. "Mir ist aber kein bestätigter Fall bekannt."

Tanja Salaris hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. "Ich glaube, dass das öfter passiert, es wird nur nicht dokumentiert." Arcas Tod, sollte er denn bewusst herbeigeführt worden sein, gilt als Sachbeschädigung. Falls jemand unabsichtlich Rattengift am Wegesrand verstreut haben sollte: Fahrlässige Sachbeschädigung gibt es nicht.

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