Hotel bei der Multihalle

Neu-Ulm.  Stadtplaner haben sich mit den Brachflächen in Wiley-Nord und -Mitte beschäftigt. Gegenüber der Multifunktionshalle könnte ein Hotel entstehen.

Am markantesten ist der riesig anmutende Gebäudekomplex direkt an der Memminger Straße, quasi gegenüber der Multifunktionshalle, die gerade auf dem Neu-Ulmer Volksfestplatz gebaut wird. Geht es nach einem Planungsbüro aus Darmstadt, könnte dort ein großes Hotel entstehen. Aber das ist nur ein Mosaikstein der neuen Überlegungen für die Bereiche Wiley-Nord und Wiley-Mitte.

Das Gelände ist insgesamt 15 Hektar groß und liegt auch 20 Jahre nach dem Abzug der US-Armee zum größten Teil brach. Wiley-Nord ist das Areal östlich des Altenheims Albertinum und des Dietrich-Kinos. Und bei Wiley-Mitte ist vor allem der Bereich westlich der Ludwigsvorfeste an der Memminger Straße gemeint. Dort wohnen in ehemaligen Kasernen derzeit Studenten der Hochschule.

Die Stadt Neu-Ulm hat sechs namhafte Gestaltungsbüros aufgefordert, in einem so genannten Gutachterverfahren ein städtebauliches Konzept zu entwickeln. Durchgesetzt haben sich zwei Büros: Trojan und Partner aus Darmstadt und BS Plus aus Frankfurt. BS steht für Torsten Becker und Henrike Specht.

Beide Gestaltungsvorschläge sollen jetzt zusammengeführt werden. Die Büros sehen für Wiley-Nord eine gemischte Nutzung vor, wie es schon in der direkten Nachbarschaft umgesetzt worden ist: Wohnen, Arbeiten und Freizeit durch nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe oder Dienstleister.

Dagegen eignet sich Wiley-Mitte kaum für neue Wohnungen, was zum einen an der nahe gelegenen Hochschule, zum anderem aber auch an der stark befahrenen Memminger Straße liegt. Auf diesem Gelände sehen die Städteplaner eher hochschulnahe Einrichtungen, dazu Dienstleister und Betriebe, die mit der Hochschule kooperieren.

Die alten Soldatenunterkünfte, in denen derzeit 170 Studentenwohnungen untergebracht sind, müssten dann aber abgerissen werden, worüber nicht alle Stadträte im Stadtentwicklungsausschuss gleichermaßen glücklich waren. Bis es allerdings dazu kommen könnte gehen ebenso wie für den anvisierten Hotelbau noch Jahre ins Land. Stadtbaudirektor Andreas Neureuther nannte einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren. "Und fürs Hotel", so Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, "brauchen wir auch noch einen Investor".


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Autor: EDWIN RUSCHITZKA | 24.09.2010

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