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Hauptversammlung der Neu-Ulmer CSU: "Weiter so!"

Die Kampfansage der Freien Wähler zur OB-Wahl hat die Neu-Ulmer CSU in ihrer Hauptversammlung nur wenig beeindruckt. Flammende Bekenntnisse zum Amtsinhaber waren aber auch nicht zu hören.

EDWIN RUSCHITZKA |

Es war allein der wiedergewählte Ortsvorsitzende Reinhard Junginger, der sich in der Jahreshauptversammlung der Neu-Ulmer CSU am Freitagabend im Barfüßer bemühte, dem OB beizustehen: "Es ist doch keine Frage", sagte er, "die CSU hat einen Kandidaten. Und der heißt Gerold Noerenberg." Dafür gabs auch artigen, aber keinesfalls überbordenden Applaus von den knapp 40 erschienenen Parteimitgliedern. "Dank unserer 20 Stadträte und auch unseres OB sind wir auf dem richtigen Weg", analysierte Junginger. Dass die anderen Fraktionen im Neu-Ulmer Stadtrat einen Kandidaten suchen, "darauf haben wir doch gewartet".

"Wahltag ist Zahltag", sagte Junginger abschließend - und das wars schon. Eine größere Rolle spielte die OB-Wahl im März 2014 nicht. Der Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein erwähnte Noerenberg mit keinen einzigen Wort. Und auch in der kurzen Ansprache der Listenkandidatin und Landesvorsitzenden der Jungen Union, Katrin Albsteiger, spielte der Neu-Ulmer OB überhaupt keine Rolle. Justizministerin Beate Merk und auch Landrat Erich Josef Geßner, sonst immer wieder Gäste bei den Neu-Ulmer Christsozialen, hatten sich an diesem Abend entschuldigen lassen und waren ferngeblieben.

Noerenberg selbst schwor die Parteimitglieder auf die anstehenden Wahlen ein, meinte damit aber jene im Land und im Bund im September dieses Jahres. Zur OB-Wahl und zur eigenen Kandidatur verlor er kein einziges Wort. Er wolle das Augenmerk darauf richten, die Stadt weiterzuentwickeln, sagte er und zählte die vielen Bauprojekte auf. Für ihn ist das ein Beweis, "das sich Neu-Ulm gerade neu erfindet".

Bei einigen Parteimitgliedern erzeugte das jedoch Kopfschütteln. Sie hatten sich an diesem Abend klarere Bekenntnisse zum eigenen Oberbürgermeister erhofft, wenn auch nicht von Noerenberg selbst, dann doch von anderen aus der Partei. Denn ein paar Tage zuvor hatten die Freien Wähler mit einer unverholenen Kampfansage an die CSU den OB-Wahlkampf eröffnet.

Wie bereits mehrfach berichtet, haben sich die Fraktionsvorsitzenden von SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP gegenseitig versprochen, gemeinsam einen Kandidaten zu suchen und aufzustellen. Die Freien Wähler haben sich am Dienstag dazu auch schon das Votum ihrer Mitglieder geholt. Und mit den beiden Juristen Dr. Marcus Scharpf und Dr. Detlef Kröger waren auch schon die Namen von zwei potenziellen Bewerbern durchgesickert. Für Raunen in wirtschaftsnahen CSU-Kreisen sorgt dabei vor allem Detlef Kröger, der in Weißenhorn Unternehmensberater und auch Vorstandsmitglied im Club der Industrie ist.

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