Gönner: Es geht auch um die Zukunftsfähigkeit des Landes
Ulm. Angesichts der anhaltenden Kritik am Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, die jetzt auch auf die Ausbaustrecke Ulm-Wendlingen ausgeweitet wird, warnt Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner vor einem Stopp des Bahnprojekts Stuttgart 21.
„Jahrzehntelang wurde um die beste Lösung gerungen. Wer dieses Projekt jetzt stoppt, muss sich darüber im Klaren sein, dass eine solche Chance nicht wiederkommt, denn keine der vermeintlichen Alternativen ist umsetzbar“, sagt Gönner.
Der OB Ulms verweist auf die Vorteile des Streckenausbaus: Den Anschluss an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz im Schienenverkehr sowie die bessere Erreichbarkeit des Flughafens und der Region. Außerdem spricht er die damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteile an, aber auch den Nutzen für den Umweltschutz, wenn mehr Verkehr auf die Schiene verlagert würde. „Mit Ulm gewinnen auch Laupheim, Biberach, Ravensburg und Friedrichshafen“, sagt Gönner. Der Nutzen für die Elektrizifierung der Südbahn verbessere sich entscheidend. „Es geht hier also nicht allein um Stuttgarter Befindlichkeiten, sondern um die langfristige Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit Ostwürttembergs“, betont der Politiker, der den geforderten Baustopp jüngst als „Schwabenstreich“ bezeichnet hat.
Die von den Stuttgart 21-Kritikern immer wieder als Argument genannten Kostensteigerungen, bezeichnet Gönner als spekulativ. Eine erst Ende Juli vorgelegte aktualisierte Kostenrechnung weist Bau- und Planungskosten von rund 2,9 Milliarden Euro für die ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse aus.
Der OB Ulms verweist auf die Vorteile des Streckenausbaus: Den Anschluss an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz im Schienenverkehr sowie die bessere Erreichbarkeit des Flughafens und der Region. Außerdem spricht er die damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteile an, aber auch den Nutzen für den Umweltschutz, wenn mehr Verkehr auf die Schiene verlagert würde. „Mit Ulm gewinnen auch Laupheim, Biberach, Ravensburg und Friedrichshafen“, sagt Gönner. Der Nutzen für die Elektrizifierung der Südbahn verbessere sich entscheidend. „Es geht hier also nicht allein um Stuttgarter Befindlichkeiten, sondern um die langfristige Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit Ostwürttembergs“, betont der Politiker, der den geforderten Baustopp jüngst als „Schwabenstreich“ bezeichnet hat.
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06.09.2010
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Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner (SPD)
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Kommentare (21)
Luftblasen und Pleiten
Eine klare Kosten- Nutzen- Analysen, bzw. Wirtschaftlichkeitsrechnungen sollte das Maß aller Dinge sein, nicht Beschlüsse die auf Grund falscher Vorkalkulationen und politischen Wunschdenkens entstanden sind. Die Zukunftsfähigkeit unseres Landes hängt in erster Linie von einem optimalen wirtschaftlichen Einsatz des zur Verfügung stehenden Kapitals ab, so wie es in jedem Wirtschaftsunternehmen der Fall ist. Gesamtheitlich betrachtet, werden Arbeitsplätze nur dort generiert wo das Kapital wirtschaftlich optimal eingesetzt wird, alles andere führt zu Luftblasen und Pleiten.Was gilt als Nutzen?
Es ist ja schön und gut, dass von Bund und Bahn gefordert wird wirtschaftlich zu handeln und Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Doch was gilt in diesem Fall als Nutzen? Wie lässt sich die zukunftsfähigkeit einer Stadt und Region in Zahlen schreiben? Nutzen im nächsten Jahr oder in 50 Jahren immer noch?Da hat Ulm Jahrelang darum gekämpft, das der ICE amBahnhof hält und somit die Stadt überregional angebunden ist und nun riskiert man diesen Status wieder zu verliehren?
Gerade als Ulmer sollten wir die S21 Diskussion kritisch betrachtetn und genau hinhören was für uns gut ist und was uns egal sein kann.
EU-Erwartung nicht erfüllt.
@ Stadtgespraech, die Befürchtung, daß der Halt des ICE am Bahnhof Ulm nicht mehr gewährleistet sei, ist unbegründet. Ulm liegt nach wie vor an der Eisenbahnachse Paris-Bratislava des EU-Verkehrsplans für das europäischen Verkehrsnetz.Wirtschaftlichkeit:
Erst gestern sind wieder neue Schätzungen bezüglich der Kosten der Neubaustrecke, Stuttgart- Ulm in den Medien aufgetaucht, die jede Behauptung der Wirtschaftlichkeit ad absurdum führen.
In der Neubau-Streckenplanung wurde der wichtigste volkswirtschaftlich Punkt, der schwere Güterverkehr, ignoriert. Angesichts des zu erwarteten Güteraufkommens in der EU ist das Vorhaben, ohne die fehlende Schwerlastauslegung, rausgeworfenes Geld. Um so mehr Güter und Personenverkehr auf die Strecke kommen, je wirtschaftlicher wird das System. Sicher ist, daß die Wirtschaftlichkeitsgrenze ausschließlich mit ICE Zügen nie erreicht wird.