Gaststätte des TSV Neu-Ulm ist geräumt

Neu-Ulm. 

Der TSV Neu-Ulm hat wieder die Schlüsselgewalt über seine Vereinsgaststätte. Gestern um 8 Uhr rückten Vereinsvertreter, ein Gerichtsvollzieher und zwei Polizisten zur Zwangsräumung des Lokals im Muthenhölzle an. "In einer Viertelstunde war alles erledigt", berichtet der stellvertretende Vorsitzende Reiner Bertele. Auf die Begleitung der Polizisten hatte er Wert gelegt, "denn man weiß ja nie, was einen erwartet". Sie mussten aber nicht einschreiten, denn die Pächter hatten das Lokal bereits geräumt. "Auf den ersten Blick hat das, was sie hinterlassen haben, keinen schlechten Eindruck gemacht", berichtet Bertele. Zuvor hatten die Pächter offenbar aber auf juristischem Weg noch versucht, die Zwangsräumung zu verhindern, und sich an das Oberlandesgericht in München gewandt. "Am Dienstag kam die Eilentscheidung, dass es keinen Aufschub gibt." Der Rechtsstreit zwischen dem Verein und den Pächtern geht allerdings weiter.

Das Lokal wird nun aber doch vorläufig geschlossen, der neue Pächter soll voraussichtlich am 1. Juli öffnen, berichtet Bertele. Zunächst war geplant, den Betrieb sofort wieder aufzunehmen, weil morgen das Fußball-Relegationsspiel zwischen Heroldstatt und Westerheim auf dem TSV-Platz stattfinden sollte. Das Spiel ist aber kurzfristig nach Laichingen verlegt worden, damit die Fans der beiden Mannschaften nicht so weit anreisen müssen. cik


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17.06.2010

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