Durchwachsene Saison für Freibäder

Ulm/Neu-Ulm.  Regen und herbstliche Temperaturen laden nicht gerade zum Freibad-Besuch ein. Wo und wie lange Hartgesottene zum Saisonende noch schwimmen gehen können und wie zufrieden die Freibadbetreiber mit dieser Saison sind lesen Sie in unserer Freibad-Umfrage für Ulm und Umgebung.

Donaubad schließt am 15. September
Auf eine durchwachsene Saison blickt Stefan Ozwirk, Betriebsleiter des Donaubades, zurück. „Wir sind froh, dass wir wenigstens einen guten Juli hatten“, erklärt er, „der August ist eindeutig ins Wasser gefallen“. Nur 10.000 Besucher kann das Freibad für den vergangenen Monat vorweisen. „2009 hatten wir zur gleichen Zeit 39.000 Badegäste“, erinnert sich Ozwirk. Die herbstlichen Temperaturen lassen keinerlei Zweifel daran, dass das Freibad am 15. September wieder für rund acht Monate seine Pforten schließt. Nach Ende der Sommerferien lohnt es sich nicht, den Freibad-Betrieb weiterlaufen zu lassen. „Da müsste schon außergewöhnlich warmes Wetter her“, meint Betriebsleiter Ozwirk mit einem Augenzwinkern. Die einzigen, die sich nicht von fünf Grad Lufttemperatur schrecken lassen, sind die Frühschwimmer. „Die kommen immer, unsere Becken sind ja auch beheizt“, weiß Ozwirk.

91.000 Besucher im Ehinger Freibad
Die Stammschwimmer sind es auch, die derzeit das Ehinger Freibad bevölkern. Ansonsten sieht es mit den Badegästen mau aus. „Der letzte wirklich gute Tag war der 26. August. Da hatten wir 1.510 Besucher“, sagt Bademeister Heiko Geprägs. Die drei stärksten Wochen verzeichnete das Ehinger Bad im Juli. „Der Rest war durchwachsen“, stellt er fest. Trotzdem sei die Saison relativ gut verlaufen: „Wir hatten immerhin 91.000 Badegäste“, erklärt Geprägs stolz. Im Vergleich zum Vorjahr sind das nur rund 10.000 Besucher weniger. „Das holen wir aber nicht mehr rein“, weiß der Bademeister. Mitte September geht das Ehinger Freibad wie gewohnt in die Winterpause, das genaue Datum bleibt abhängig vom Wetter.

Kein Rekordjahr für das Blaubeurer Freibad
In Blaubeuren blickt man zufrieden auf die diesjährige Saison des städtischen Freibads. Laut dem verantwortlichen Geschäftsführer Markus Späth kann eineinhalb Wochen vor der Schließung des Bads am 12. September eine Gesamtbesucherzahl von 50.000 verzeichnet werden. Das sind laut Späth ungefähr 4.000 Besucher weniger als im Jahr zuvor. Diese niedrigere Zahl sei vor allem durch den deutlichen Besucherrückgang im August zu erklären. Besonders der Juli, der stärkste Monat des Jahres, ließ zunächst noch vermuten, dass die Saison von 2010 alle Rekorde brechen würde. Obwohl das schlechte Wetter der letzten Wochen diesen Rekorversuch doch scheitern ließ, blieben die befürchteten Einbußen aus. Das Freibad schließt deshalb wie geplant mit dem Ende der Schluferien am  12. September.  „Alles andere wäre auch wegen der Gäste mit Dauerkarten nicht möglich“, so Späth.

Spitzenzahlen im Juli, schwacher August
Die Gäste des Erbacher Badesees, von denen sich die meisten bereits früh im Mai oder Juni ihre Dauerkarte gekauft haben, können diese noch ein wenig nutzen: Je nach Wetterlage bleibt die Badeanlage bis spätestens 15. September geöffnet. Bei 18 Grad Wassertemperatur gibt es jedoch auch hier noch die treuen Badegäste, die sich nicht von den herbstlichen Temperaturen abschrecken lassen und das Badeangebot weiterhin fleißig nutzen. Die Bilanz der Betreiber für diese Saison fällt insgesamt gut aus: Mit einer Zahl von 49.600 liegt die Besucheranzahl sogar um hundert Besucher über der der letzten Saison. Vor allem der „Spitzenmonat Juli“ mit dem Rekordtag 11. Juli, an dem allein 4.800 Besucher an den Badesee strömten, entschädigt deshalb den ertragsschwachen Monat August. In Erbach hat der verregnete August die positive Statistik der Saison durchkreuzt; trotzdem könne man sich mit Blick auf die Gesamtbesucherzahlen letztlich nicht über die Saison beklagen, so die Mitarbeiterin der zuständigen städtischen Kämmerei, Nicole Vorraber.

Besucher des Weißenhorner Freibads lassen sich vom Wetter nicht abschrecken

Bernd Badack, Bademeister im Freibad Weißenhorn, bezeichnet die diesjährige Freibadsaison als durchschnittlich. „Natürlich ist die Besucherzahl wetterabhängig, aber gerade in einem Jahr mit weniger warmen Tagen werden diese besonders gut genutzt“, erklärt er. Im Juli konnte eine Besucherzahl von insgesamt 39.000 vermerkt werden, was zwar im Vergleich zu Spitzenjahren mit 50.000 deutlich weniger ist, aber dennoch im durchschnittlichen Bereich liegt. Wie lange das Freibad im September noch geöffnet hat, ist vom Wetter abhängig, geplant ist jedoch bis Ende September. „Wir hoffen noch auf drei bis vier schöne Tage und circa 2.000 Besucher“, teilt Bernd Badack mit. Doch auch trotz Temperaturen von zum Teil unter zehn Grad ist er mit der Besucherzahl zufrieden und fügt hinzu: „Die meisten sind Stammkunden, die jeden Morgen ins Freibad Weißenhorn kommen“.

Langenau hofft auf besseres Wetter

„Wir haben noch bis zum 12. September geöffnet“, sagt Jennifer Ryl, Auszubildende im Langenauer Freibad. Dies entspricht den regulären Öffnungszeiten. Auch hier hoffen die Betreiber noch auf ein paar warme Tage, nachdem aufgrund des vielen Regens im August weniger Besucher kamen als in den Jahren davor. „Bis circa zwölf Uhr besuchen vor allem viele Stammkunden das Freibad. Die lassen sich auch nicht vom schlechten Wetter abschrecken“, erklärt Jennifer Ryl. „Gegen Nachmittag hingegen nimmt die Zahl der Besucher ab“, weiß sie.  Für alle, die das Freibad in Langenau besuchen wollen: Es empfiehlt sich vormittags telefonisch unter 07345 / 21 117 zu klären, ob das Freibad auch am Nachmittag geöffnet hat.


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Autor: Sarah Bonin, Simone Glöckler, Zora Bombach | 01.09.2010

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