Firmen und Soziale gehen Hand in Hand

Dass Unternehmen und soziale Einrichtungen gut miteinander arbeiten können, stellte der Aktionstag des Paritätischen Kreisverbands unter Beweis.

BERND RINDLE |

Gekannt haben sie sich nicht, aber gleichwohl gefunden: Bereits zum zweiten Mal sind Wirtschaftsbetriebe und gemeinnützige Organisationen temporäre Partnerschaften eingegangen, die in 20 Projekten mündeten. Nachdem diese mittlerweile abgeschlossen sind, trafen sich die Beteiligten im Ulmer Sparkassenstudio zu einer "After Work Party", um sich das vergangene Jahr noch einmal ins Bewusstsein zu rufen und auch ein wenig zu feiern.

Grund dazu hatten sie zweifellos, denn im Schulterschluss haben die Projektpartner dem Motto "Gutes Miteinander in Ulm und herum" Gestalt verliehen und damit auch gegenseitige Einblicke in die Welt der anderen ermöglicht. Und die waren so vielfältig, wie die jeweiligen arbeits- und Aufgabengebiete. Unter anderem kam auf diese Weise die Lebenshilfe Donau-Iller zur lang ersehnten Therapieschaukel, die gemeinsam mit einem alteingesessenen Neu-Ulmer Maschinenbau-Unternehmen gebaut wurde.

Beim Firmenbesuch des Vereins "Frauen helfen Frauen" erhielten Kinder die Möglichkeit einer Unimogfahrt und der "Rehaverein" Einblicke in die Betriebsabläufe - und durch die gemeinsame Renovierungsarbeit mit einem Malermeister zudem noch ein neues Klientenbad. Ob es sich um eine Schaufenstergestaltung handelte oder einen Konversationskurs für Flüchtlinge, um ein "Kontaktfrühstück" im Feld der Altenpflege, ein Konfliktmanagement-Seminar, ein Coaching für Tagespflegekräfte oder die Beratung zum Projekt "Seniorenfreundliche Kommune" - der Themen-Vielfalt war keine Grenze gesetzt. American Football konnte ebenso gespielt werden, wie ein Yoga-Schnupperkurs belegt, außer einem Schulhof wurden auch Logos gestaltet, Brezeln gebacken oder der Gabelstapler-Führerschein erworben.

Finanzielle Unterstützung kam flankierend aus dem staatlichen Lotterie-Füllhorn. Lotto-Bezirksdirektor Dieter Grauling überreichte einen 12.500-Euro-Scheck und freute sich, "dass dieses Projekt auch in Ulm einen festen Platz hat". Auch die Schirmherren der Aktion verliehen ihrer Freude Ausdruck. "Schön, dass es wieder geklappt hat", befand Oberbürgermeister Ivo Gönner und stellte fest, das "Menschen, die ehrenamtlich tätig" seien und jene, "die Unternehmen leiten, gar nicht so weit von einander entfernt sind". Vielmehr ließen sich jene, die jeden Euro erst verdienen müssten, bevor er ausgegeben werden könne, gut mit denen vereinigen, "die eine andere Währung haben: soziale Kompetenz und Empathie".

IHK-Präsident Peter Kulitz hob die Bedeutung einer Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung hervor: "Die hier gesetzten Impulse werden benötigt, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern." Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg, dankte Dr. Ilse Winter und ihren Mitstreitern des Paritätischen Kreisverbands Ulm/Alb-Donau für ihre Arbeit vor Ort, der umso stärkere Bedeutung zukomme, nachdem "immer mehr sozialpolitische Verantwortung den Kommunen und Regionen" auferlegt werde.

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