Feinschliff an der Wettkampfform

Ulm.  Am 19. September gilt es für unsere Wir laufen-Teilnehmer, der Einsteinmarathon steht an. Nicht mehr allzu viel Zeit, um an der Zielzeit zu arbeiten und Zipperlein auszukurieren. Thomas Mensch musste aufgeben.

Gut zwei Wochen vor dem Startschuss zum Einstein-Marathon steht fest: Thomas Mensch wird nicht antreten, um 42,195 Kilometern zu laufen. Er wird am 19. September überhaupt nicht laufen. Der Grund: Eine Entzündung der Achillessehne zwingt den Wir laufen-Teilnehmer zu einer sechswöchigen Trainingspause. „So fehlt einer klasse Aktion das i-Tüpfelchen. Das ist vom Kopf her schon blöd“, sagt der 44-Jährige.

Dennoch ist Thomas Mensch zufrieden und neben seiner Fitness vor allem auf einen Erfolg besonders stolz: Von seinem Startgewicht von 97 Kilo sind heute nur noch 82 übrig. Er hat seit März keinen Alkohol mehr getrunken und den vorgegebenen Trainingsplan von Anfang an mit Einheiten im Fitnessstudio und auf dem Rad erweitert. „Ich habe durch das Training wieder gemerkt, dass das Schaffen allein nicht mehr selig macht.“

Und wie steht es um die anderen Marathon-Anwärter im Wir laufen-Team? Münsterdekan Ernst-Wilhelm Gohl und Konzertsaal-Chefin Karin Eck drehen ihre Laufrunden zur Zeit ganz entspannt im Urlaub. Klaudia Rüster, deren Zerrung nach acht lauffreien Wochen gut verheilt ist, läuft fleißig nach Feierabend.

Der Countdown läuft auch für die Halbmarathongruppe. Lieber heute als morgen würde Jürgen Thom antreten, er ist schon seit geraumer Zeit in Wettkampfform, wird die 21 Kilometer gut unter zwei Stunden laufen. Jürgen Thom hat sich von Sportwissenschaftler Mario Weichenberger ein Trainingsprogramm maßschneidern lassen – und hat schon ein ambitioniertes Ziel für kommendes Jahr: Er will den Marathon packen. Martina Schweizer wird von ihrer Familie derzeit in Watte gepackt. „Ich darf nichts Schweres mehr heben“, sagt sie. Wegen der Verletzungsgefahr, nichts soll das große Ziel „Halbmarathon“ mehr in Gefahr bringen. Dabei unterstützt wird sie weiterhin von ihrem Bruder Stefan.

Das Knie von Uwe Gerkens hat sich gebessert, „17 Kilometer hat es schon gehalten“, sagt er. Und auch unsere Halbmarathon-Promis, Theaterintendant Andreas von Studnitz, Radiomoderator Marc Herrmann und Kulturbürgermeisterin Sabine Mayer-Dölle, ziehen ausdauernd ihre Runden – und werden am 19. September an den Start gehen.

Mehr Infos, Blogs und Fotos unter www.swp.de/2010/wirlaufen.
Alles rund um den Einstein-Marathon in Ulm unter www.swp.de/einstein-marathon



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Autor: KATHRIN KONYEN, STEFAN CZERNIN | 03.09.2010

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