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EBU bereiten Tonnentausch vor - Chip wird Pflicht

Die Entsorgungsbetriebe haben Aufkleber für die Bio- und Papiertonnen verschickt. Nur Tonnen mit Aufkleber werden mit dem elektronischen Chip nachgerüstet. Tonnen ohne Chip werden ab 2014 nicht geleert.

CHIRIN KOLB | 0 Meinungen

Die Entsorgungsbetriebe Ulm (EBU) bereiten sich auf den Tonnentausch vor. Wobei nur die Restmülltonnen tatsächlich ausgetauscht werden, immerhin rund 45 000 Stück. Alle Biotonnen und Blauen Tonnen für Altpapier werden mit einem Chip nachgerüstet, der ab nächstem Jahr bei der Müllabfuhr obligatorisch ist. Jede Leerung wird registriert, nach der Zahl der Leerungen wird abgerechnet. Die Blaue Tonne kostet weiterhin nichts, sie bekommt trotzdem einen Chip.

Die EBU haben an alle Haushalte mit Bio- und Blauer Tonne Aufkleber verschickt, die auf die Behälter geklebt werden müssen. Nur so ist sichergestellt, dass der Chip und damit die Tonne dem richtigen Haushalt zugeordnet wird, erklärt EBU-Chef Michael Potthast. Das ist wichtig, weil die Zahl der Leerungen dem jeweiligen Gebührenschuldner in Rechnung gestellt wird. Damit die Tonnen, auch die für Restmüll, nicht verwechselt werden, empfiehlt er, die eigene Tonne zu markieren: "Was draufmalen, was draufkleben, aber nichts einritzen."

Ab 9. September werden die Bio- und Papiertonnen mit dem Chip nachgerüstet. Die EBU gehen nach Abfuhrbezirken vor und fangen in Böfingen an. Die Montage zieht sich über Wochen hin, weil nur am jeweiligen Abfuhrtag nachgerüstet werden kann - an anderen Tagen stehen die Tonnen schließlich nicht draußen. Die EBU-Mitarbeiter werden in jedem Bezirk mehrfach unterwegs sein, um auch die Tonnen zu präparieren, deren Besitzer an einem Abfuhrtag zum Beispiel im Urlaub waren. "Weil die Nachrüstung länger dauert als die Leerung, kann es sein, dass das Müllfahrzeug früher oder später kommt als gewohnt", sagt Potthast. Wer Ende November keinen Chip hat, sollte sich bei den EBU melden. Ist eine Tonne nachgerüstet, streichen die Mitarbeiter den Aufkleber durch.

Die Restmülltonnen werden ab Anfang Oktober ausgetauscht. Die Firma Sulo liefert die rund 45 000 Behälter. "Wir haben für die Zwischenlagerung extra Flächen gemietet." Der 40-Liter-Einsatz wird etwas anders aussehen als in den Tonnen, die zum Beispiel an Recyclinghöfen als Anschauungsobjekte stehen. "Der Einsatz ist etwas tiefer und rund." Die EBU haben sich für dieses Modell entschieden, weil der Schwerpunkt tiefer liegt und die Tonnen nicht so leicht umfallen.

Biomüll wird teurer

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