Drei Oberbürgermeister bei der Eröffnung des Donaufests

Ulm/Neu-Ulm.  Oberbürgermeister Ivo Gönner hat gestern bei anfangs schönem Wetter das Donaufest eröffnet. Gönner und seine Kollegen Demszky und Noerenberg sehen die Donauländer als politische Impulsgeber in Europa.

"Die Zukunft Europas wird entlang der Donau entschieden." Das sagte Oberbürgermeister Ivo Gönner gestern bei der Eröffnung des siebten Donaufests. Er erinnerte an den Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien, der noch nicht mal 20 Jahre her sei, und an die Bombardierung Belgrads. Die Aufgabe der heutigen Generation liege darin, Frieden an der Donau zu schaffen, so wie es unsere Elterngeneration am Rhein erreicht habe. Die Donauländer seien auf diesem Weg schon ein gutes Stück vorangekommen und arbeiteten auf politischer Ebene gemeinsam an einer Donaustrategie, sagte Gönner vor zahlreichen Ehrengästen auf der Bühne unterm Stadtbad.

Das Stadtoberhaupt nannte das Donaufest ein politisches, künstlerisches, soziales Festival und ein Bürgerfest: "Es soll ein Fest der Freude werden, ein Fest der Kinder der Mama Duna", spielte er auf das Motto an. Gönner forderte die Ulmer und Neu-Ulmer auf, die Veranstaltungen und Stände auf dem Donaufest zu besuchen, das bis zum 5. September dauert. In dieser Zeit dürfe niemand das Fest versäumen.

Der Oberbürgermeister der ungarischen Hauptstadt Budapest, Gabor Demszky, nannte das Donaufest authentisch: Es diene mit dazu, die Identität des Donauraums "zu hegen und zu pflegen". Demszky würdigte auch das Ulmer Donaubüro als eine "perfekte Initiative", um die Beziehungen der Donauländer auszubauen. Es spiele nicht zuletzt bei der Integration Serbiens eine bedeutende Rolle.

Demszky sieht in der Donau ein Symbol für die Verständigung der Nationen und ihrer Menschen, die an dem 2800 Kilometer langen Fluss leben. Dieser Fluss habe nicht nur Budapest und Wien einander näher gebracht, sondern speziell Budapest und Ulm: "Beide Städte sind über 1000 Fäden mit der Donau verbunden." Die Donau sei das beste Medium, um zwischen dem alten und neuen Europa zu vermitteln. Wie ein Marktplatz bringe sie Menschen und Ideen zusammen.

Auch der Präsident des Parlaments der autonomen serbischen Provinz Vojvodina, Sandor Egesi, sprach zu den Ehrengästen der Eröffnung. Egesi vertrat die Überzeugung, dass die Donau die Menschen zusammenbringt und es auf europäischer Ebene zu einer neuen Identität des Donauraums kommt. Die Donau werde mit Hoffnung und Frieden in Verbindung gebracht. Er zeigte sich erfreut über das Donaucamp, das beim Donaufest den Austausch zwischen Jugendlichen der Donauländer ermögliche. Junge Leute könnten so neue Freundschaften entlang der Donau knüpfen.

Der Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg betrachtet den Donauraum als "die entscheidende Region Europas". Der Fluss bilde ein "festes Band", das 80 Millionen Menschen verbinde. Die Donauländer hätten das Potenzial, um in Europa die Richtung anzugeben. Noerenberg rief die Zuhörer aber auch dazu auf, das Donaufest nicht nur unter politischen Gesichtspunkten zu sehen und sich "bei einem Gläschen Wein näherzukommen".

Die Ehrengäste taten dies nach Ende der Eröffnungsveranstaltung mit einem ungarischen Chardonnay Barrique an einem der Verkaufsstände. Zahlreiche Besucher strömten gleich zum Auftakt an das Ulmer und Neu-Ulmer Donauufer.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: FRANK KÖNIG | 28.08.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr