Donaufest-Leitung im Duett?

Ulm.  Es war das siebte und letzte Donaufest, für das Peter Langer verantwortlich war. Er zieht sich zurück, auch enttäuscht. Was nun wird? Das ist offen.

Peter Langer meint, die Ulmer und Neu-Ulmer Kommunalpolitiker sollten zwei Prinzipien beherzigen, wenn sie darüber entschieden, wer ihm in der Leitung des internationalen Donaufestes nachfolgt: Es sollten ein Maß an Kontinuität sichergestellt und die Bereitschaft erhalten werden, gewisse künstlerische Risiken einzugehen.

Im personellen Bereich spricht dies nach Langers Ansicht dafür, auf zwei bewährte Pferde zu setzen, die in jedem Fall Hauptrollen in einer wie auch immer gearteten Führungsstruktur ("Darüber haben die politischen Entscheidungsträger zu befinden") einnehmen sollten: Christof Hußmann, seit 2006 Organisationschef und verantwortlich für den Markt der Donaustädte; Udo Eberl, seit 2008 zuständig für das Kunst- und Kulturprogramm. Beide äußern sich unter Hinweis auf offene Fragen selber noch nicht.

Derweil sagte Langer auf Nachfrage erstmals deutlich, er gebe die Festleitung, die er seit der Premiere 1998 bei allen sieben Donaufesten hatte, auch aus Frust über mangelhaften politischen Rückenwind ab. Das Donaufest 2008 habe ein Budget von rund 900 000 Euro gehabt. Er sei dann wegen einer Kostenüberschreitung von 73 000 Euro, von denen 60 000 Euro schon im Vorfeld genehmigt worden seien, in die Mangel genommen und durch den politischen Fleischwolf gedreht worden; dies, obwohl speziell das Festival 2008 von denselben Lokalpolitikern, die ihn später kritisierten, als Qualitätssprung bewertet worden sei. Enttäuscht ist Langer vor allem über mangelnde Rückendeckung durch die Donaubüro-Geschäftsführung, die der Ulmer Kämmerer Gunter Czisch und der Neu-Ulmer Bürgermeister Gerd Hölzel bilden.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: HANS-ULI THIERER | 06.09.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr