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Donau-Kultur in Ulm

Peter Langer wird neben seiner Tätigkeit als Donaukoordinator Berater für die Landesregierung. Dabei haben er und die Europäische Akademie EDA viel vor: etwa eine Tagung zum Thema Kultur im Donauraum.

HANS-ULI MAYER | 1 Meinung

Haben die Länder im Donauraum eine gemeinsame kulturelle Identität? Gibt es einen verbindenden Kulturbegriff vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer? Und wie können die vielen unterschiedlichen Initiativen gebündelt und miteinander vernetzt werden? All diese Fragen sollen im April in einer donauweiten Konferenz in Ulm diskutiert werden. Zum ersten Mal überhaupt, wie der Geschäftsführer der Europäischen Donauakademie (EDA) Professor Ulrich Klemm jetzt freudig vor Vertretern der Medien sagte.

Als die Akademie vor drei Jahren nach einer Reorganisation an den Start ging, haben sich die Verantwortlichen einen Fünfjahresplan gegeben. „Wir sind im Soll“, sagt Klemm, der sich nach dem Aufbau von funktionierenden Strukturen und der Entwicklung von Projekten in den kommenden beiden Jahren um deren Umsetzung und eine dauerhafte Finanzierung der Akademie kümmern will.

Im Wesentlichen verfolgen die Mitglieder um Klemm und Peter Langer, der im Hauptberuf Koordinator der Donauaktivitäten der Städte Ulm und Neu-Ulm ist und die Landesregierung in diesen Projekt-Fragen berät, das Ziel, in den politisch meist recht instabilen Ländern eine funktionierende Zivilgesellschaft aufzubauen und die Fachkräfte und Kompetenz in den Ländern zu halten.

Im kommenden Jahr 2013 wollen die Verantwortlichen der EDA die Früchte ihrer bisherigen Arbeit ernten. So startet im Februar das von der Akademie unterstützte Projekt „Rivershow“ des Rats der Donaustädte, das zum Ziel hat, die vor anderthalb Jahren von den Regierungschefs beschlossene Donaustrategie bekannt zu machen – vor allem die breite Öffentlichkeit über deren Möglichkeiten zu informieren.

Ein großes Problem ist das Fehlen von Medien, die unabhängig von Regierungen arbeiten. Insofern sollen mit der Rivershow, die in Städten und Gemeinden Info-Veranstaltungen organisiert, Multiplikatoren geschult werden – vor allem Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen. Hinzu kommt das Projekt der Danube Manager – ausgebildeter Spezialisten für die Kommunalverwaltungen, die bei aller politischen Veränderung eine von der EU verlangte Jobgarantie haben. Und zum Wintersemester 2013/14 soll der Studiengang „Master of Danube Studies“ an den Start gehen.

Außerdem soll aus der internationalen Archäologietagung des vergangenen Jahres eine Wanderausstellung geschaffen werden. Nicht zuletzt, weil Europa von Afrika über Vorderasien aus entlang Donau besiedelt wurde.

1 Kommentar

22.12.2012 10:02 Uhr

An der Sache vorbei

Feststehende Befunde in der Frage dessen nicht zu widerrufen, was unabhängig von historisch vorliegenden Unterschieden jede Gesellschaft konstituiert, bleibt zwar auch künftig angezeigt. Indes zunehmend mehr Bürger quer durch die Regionen deren nachweislich unverrückbaren Bestand aus der dadurch gleichsam hohlen Hand heraus anzweifeln, schränkt derlei Fehlverhalten körperlich über alle Maße die Unversehrtheit von deren Vertretern ein. Angesichts dessen den Begriff der Kultur ins Feld zu führen, könnte deshalb in gleicher Weise nicht brachialer an der Sache vorbei gehen.

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