Die Mannschaft fürs Donaufest 2012 stellt sich vor
Ulm/Neu-Ulm. Eine Frau und fünf Männer sind als Team verantwortlich für Programm und Programmatik des Donaufestes 2012. Das Sexstett stellt sich gestern vor, aber noch keine detaillierten Inhalte und auch keine Künstlernamen.
Personelle und organisatorische Zäsur beim internationalen Donaufest Ulm/Neu-Ulm: Erstmals wird bei der achten Auflage 2012 - 8. bis 15. Juli, Motto "Aufbruch und Begegnung" - kein künstlerischer Leiter der Gesamtverantwortliche sein. Dieser hieß seit der Premiere 1998 Peter Langer - und erntete für seine Leistungen gestern in einer gemeinsamen Sitzung der zuständigen Fachausschüsse des Neu-Ulmer Stadtrats und des Ulmer Gemeinderats tüchtig Lob.
2012 wird alles anders sein: Es wird keinen Intendanten geben, sondern ein Team. Dieses will sich die komplette Arbeit teilen und dabei, das zeigten die Auftritte vor den Kommunalpolitikern und zuvor vor der Presse, auf hierarchische Strukturen verzichten. Neu zudem: Das Donaufest kann erstmals komplett über das Donaubüro abgewickelt werden. Möglich macht dies der Rückzug der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm aus dem Donaubüro, denn die IHK konnte als Körperschaft des öffentlichen Rechts nicht Mitträger eines solches Festivals sein. Man erhofft sich davon jene strukturelle Klarheit, die in der Vergangenheit manchmal vermisst worden war, weil Langer in Personalunion als Festival- und Donaubüroleiter fungierte.
Sabine Meigel, seine Nachfolgerin als Donaubüro-Chefin, versteht sich in der sechsköpfigen Mannschaft für 2012 als Gleiche unter Gleichen. Kleines Indiz: Das Sextett hat sich entschlossen, dass auf den Visitenkarten jedes Einzelnen "Leitungsteam" stehen wird, berichtete Christof Husmann. Zwar 2000 nach Wuppertal umgezogen, ist der Bühnenbilder Ulm/Neu-Ulm seither donaufesttreu geblieben - nicht zuletzt als Organisator des Marktes der Donaustädte - und alle zwei Jahre mit von der Partie.
Wie auch der frühere Ulmer Theaterverwaltungschef Wolfgang Frauendorf, der als Mädchen für alles nach eigenen Worten ohne derart stressige Arbeit nicht leben kann und 2012 Gastronomie und Spielstätten koordiniert. Als solche entfällt der Marktplatz. Stattdessen wird die Obere Donaubastion mit ihren Kultureinrichtungen als Bühne wiederentdeckt. Sie zu bespielen, wird die Aufgabe des Radio-Geschäftsführers ("Free FM") Rainer Markus Walter, der ebenso Roxy-Erfahrung mitbringt wie Bernd Leitner; der Manager des Kulturhauses Schloss Großlaupheim will für eine Aufwertung des Neu-Ulmer Donauufers als Festspielstätte sorgen. Eine kulturelle Konstante verkörpert schließlich der frühere Ulmer Theaterintendant Volkmar Clauß. Er hat schon 2004 mit Erfolg das Begegnungsprojekt "Philharmonie junge Donau" organisiert.
Alle sechs Donaufestmacher hielten sich mit Ankündigungen zurück, nannten noch keine Namen, verzichteten auf große Sprüche, verdeutlichten aber, dass die Ulmer und Neu-Ulmer guten Mutes sein dürfen, 2012 ein ansprechendes und anspruchsvolles Donaufest-Programm geboten zu bekommen (Weiteres in den nächsten Tagen).
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Autor: HANS-ULI THIERER | 08.06.2011
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Gruppenbild mit Dame: Donaubüro-Chefin Sabine Meigel und das Team fürs Donaufest 2012 (von links): Dr. Volkmar Clauß, Rainer M. Walter, Bernd Leitner, Christof Hußmann, Wolfgang Frauendorf. Foto: Lars Schwerdtfeger
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