Die Jury und das Büro, das bauen soll
Der einstimmig von der Jury gut geheißene Vorschlag, der nun Grundlage für die konkrete Planung einer Synagoge auf dem Weinhof werden soll, stammt von den national und international tätigen Kölner Architekten Kister, Scheithauer, Gross. Auf ihrer Internetseite ist zu lesen und zu sehen, dass dieses Büro auf allen Feldern tätig ist, vom Gewerbe- bis zum Kulturbau. Und eben auch auf dem Gebiet der Sakralbauten. Zwar haben die Kölner noch keine Synagoge gebaut, sehr wohl jedoch Kirchen und kirchliche Einrichtungen wie die Basilika St. Ursula in Köln, die Freiburger Betonkirche Maria-Magdalena, die Pauluskirche samt Gemeindezentrum in Köln-Porz. Die Jury bestand aus Mitgliedern der israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg und der jüdischen Gemeinde Ulm, aus Vertretern der städtischen Bauverwaltung und der freien Architektenschaft, vorneweg Architekturprofessor Arno Lederer aus Darmstadt als Jury-Vorsitzender. Er ist in Ulm sowohl als Juror als auch als Architekt kein Unbekannter: Nach seinen Plänen soll in unmittelbarer Nähe zur Synagoge, im Norden und gegenüber dem Neuen Bau ein Sparkassen-Gebäude entstehen, das derzeit auf Eis liegt.
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22.01.2010
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