Der Winter ist zurück: Hunderte Unfälle und mehrere Tote
Ulm. Der Winter ist zurück - und hat in der Nacht auf Donnerstag jede Menge Schnee mitgebracht. Rund zehn Zentimeter der weißen Pracht machen Autofahrern und Fußgängern das Leben schwer. Unfälle bleiben da nicht aus, der Verkehr staute sich. Bei Unfällen starben mehrere Personen.
Neuschnee und glatte Straßen haben am Donnerstagmorgen für schwierige Straßenverhältnisse gesorgt. Die Winterdienste waren im Einsatz, zahlreiche Straßen - auch in den Innenstädten - waren schneebedeckt. Für so manchen Frühaufsteher wurde der Weg zur Arbeit so zur Rutschpartie. Auf vielen Straßen kamen Autofahrer nur im Schritttempo voran. Pendler kamen verspätet ins Büro, an den Bushaltestellen bildeten sich Menschentrauben, da auch der öffentliche Nahverkehr mit dem Winterwetter zu kämpfen hatte.
Auch Fußgängern macht das Wetter zu schaffen. Da in der Nacht viel Neuschnee gefallen ist, kommen Hausbesitzer und Räumdienste mit dem Schneeschnippen kaum nach. Die Folge: Auf den Gehwegen müssen Passanten durch knöcheltiefen Schnee waten.
Ergiebige Schneefälle sorgten am Donnerstagmorgen für Behinderungen auf den Straßen in Ulm und im Alb-Donau-Kreis.
Die meisten Fahrer kamen dank Winterreifen mit der Situation klar und passten ihr Tempo den Verhältnissen an. Zwischen 6:00 und 10:30 Uhr musste die Polizei im Stadtkreis Ulm und im gesamten Alb-Donau-Kreis dennoch zu 13 Unfällen eilen.
In allen Fällen blieb es bei Sachschäden. Sie summieren sich nach ersten Schätzungen auf rund 40.000 Euro. An Steigungen, wie auf dem Berliner Ring oder den Rampen von der B 28 zur Blautalbrücke, hatten besonders Lastwagen Traktionsprobleme. Staus waren die Folge. Manche Lkw-Fahrer behalfen sich angesichts der Glätte mit Schneeketten, so auch auf der alten B 10 bei Jungingen.
Bundesweit führte Sturmtief „Jennifer“ am Donnerstag zu Hunderten Unfällen mit mehreren Toten, Flugausfällen und verspätete Zügen. Einige Autobahnen mussten vorübergehend gesperrt werden. Besonders betroffen war Ostdeutschland. Knapp drei Wochen nach Durchzug von Tief „Daisy“ schlug der Winter erneut in Mecklenburg-Vorpommern hart zu. In Thüringen kamen bei zwei Unfällen auf schneeglatter Fahrbahn auf der A9 beim Hermsdorfer Kreuz zwei Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Heftige Schneefälle sorgten auch in Brandenburg für ein Verkehrschaos. Die Polizei verzeichnete Hunderte Unfälle, ein Mann kam dabei ums Leben.
Jeweils mehrere hundert Unfälle gab es auch in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Bei Coesfeld im Münsterland rutschte eine 27-Jährige bei einem tödlichen Unfall auf eisglatter Straße in den Gegenverkehr. Zwischen Herbertingen und Bad Saulgau in Baden-Württemberg schlidderte ein mit 40 Schülern besetzter Schulbus auf der B32 in den Straßengraben, alle Insassen blieben unverletzt. Zahlreiche Autobahnen wurden nach Unfällen vorübergehend gesperrt, so die A1 bei Hagen in Westfalen, die A3 bei Passau, Würzburg und Nürnberg. Dort wurde auch die A6 nach einem Lkw-Unfall dicht gemacht, das gleiche erlebten Autofahrer auf der A7 bei Uffenheim.
Betroffen waren zudem die A13 in Brandenburg bei Königs Wusterhausen und die A17 bei Dresden. Auch viele Flugreisende benötigten am Donnerstag Geduld: In Frankfurt wurden 80 Flüge annulliert, in München mehr als 70. Der Winter bremst zudem die Bahn aus: Auf allen Hochgeschwindigkeitsstrecken gilt derzeit ein Tempolimit von 200 Stundenkilometern. Damit sollten Schäden an den Fahrzeugen durch herabfallende Eisklumpen verhindert werden. Die Anordnung ist bis auf weiteres gültig.
Nicht nur gefühlt, sondern auch statistisch war dieser Januar viel zu kalt. Mit minus 3,7 Grad Celsius lag die Durchschnittstemperatur deutschlandweit 3,2 Grad unter dem langjährigen Klimamittel von minus 0,5 Grad, wie der Wetterdienst mitteilte. Vor allem die Westhälfte soll am Freitag vom nächsten Tief heimgesucht werden: „Keziban“ kann örtlich mehr als 15 Zentimeter Neuschnee bringen, wie der Deutsche Wetterdienst warnte.
Besonders in den Staulagen der Mittelgebirge soll es kräftig schneien. Dabei wird es noch einmal recht mild mit Werten knapp über dem Gefrierpunkt im Westen und Südwesten. Am Wochenende lassen die Schneefälle nach. Für die kommende Woche erwarten die Meteorologen verbreitet wieder strengen Nachtfrost. (dapd, stw, dg)
Auch Fußgängern macht das Wetter zu schaffen. Da in der Nacht viel Neuschnee gefallen ist, kommen Hausbesitzer und Räumdienste mit dem Schneeschnippen kaum nach. Die Folge: Auf den Gehwegen müssen Passanten durch knöcheltiefen Schnee waten.
Ergiebige Schneefälle sorgten am Donnerstagmorgen für Behinderungen auf den Straßen in Ulm und im Alb-Donau-Kreis.
Die meisten Fahrer kamen dank Winterreifen mit der Situation klar und passten ihr Tempo den Verhältnissen an. Zwischen 6:00 und 10:30 Uhr musste die Polizei im Stadtkreis Ulm und im gesamten Alb-Donau-Kreis dennoch zu 13 Unfällen eilen.
In allen Fällen blieb es bei Sachschäden. Sie summieren sich nach ersten Schätzungen auf rund 40.000 Euro. An Steigungen, wie auf dem Berliner Ring oder den Rampen von der B 28 zur Blautalbrücke, hatten besonders Lastwagen Traktionsprobleme. Staus waren die Folge. Manche Lkw-Fahrer behalfen sich angesichts der Glätte mit Schneeketten, so auch auf der alten B 10 bei Jungingen.
Bundesweit führte Sturmtief „Jennifer“ am Donnerstag zu Hunderten Unfällen mit mehreren Toten, Flugausfällen und verspätete Zügen. Einige Autobahnen mussten vorübergehend gesperrt werden. Besonders betroffen war Ostdeutschland. Knapp drei Wochen nach Durchzug von Tief „Daisy“ schlug der Winter erneut in Mecklenburg-Vorpommern hart zu. In Thüringen kamen bei zwei Unfällen auf schneeglatter Fahrbahn auf der A9 beim Hermsdorfer Kreuz zwei Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Heftige Schneefälle sorgten auch in Brandenburg für ein Verkehrschaos. Die Polizei verzeichnete Hunderte Unfälle, ein Mann kam dabei ums Leben.
Jeweils mehrere hundert Unfälle gab es auch in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Bei Coesfeld im Münsterland rutschte eine 27-Jährige bei einem tödlichen Unfall auf eisglatter Straße in den Gegenverkehr. Zwischen Herbertingen und Bad Saulgau in Baden-Württemberg schlidderte ein mit 40 Schülern besetzter Schulbus auf der B32 in den Straßengraben, alle Insassen blieben unverletzt. Zahlreiche Autobahnen wurden nach Unfällen vorübergehend gesperrt, so die A1 bei Hagen in Westfalen, die A3 bei Passau, Würzburg und Nürnberg. Dort wurde auch die A6 nach einem Lkw-Unfall dicht gemacht, das gleiche erlebten Autofahrer auf der A7 bei Uffenheim.
Betroffen waren zudem die A13 in Brandenburg bei Königs Wusterhausen und die A17 bei Dresden. Auch viele Flugreisende benötigten am Donnerstag Geduld: In Frankfurt wurden 80 Flüge annulliert, in München mehr als 70. Der Winter bremst zudem die Bahn aus: Auf allen Hochgeschwindigkeitsstrecken gilt derzeit ein Tempolimit von 200 Stundenkilometern. Damit sollten Schäden an den Fahrzeugen durch herabfallende Eisklumpen verhindert werden. Die Anordnung ist bis auf weiteres gültig.
Nicht nur gefühlt, sondern auch statistisch war dieser Januar viel zu kalt. Mit minus 3,7 Grad Celsius lag die Durchschnittstemperatur deutschlandweit 3,2 Grad unter dem langjährigen Klimamittel von minus 0,5 Grad, wie der Wetterdienst mitteilte. Vor allem die Westhälfte soll am Freitag vom nächsten Tief heimgesucht werden: „Keziban“ kann örtlich mehr als 15 Zentimeter Neuschnee bringen, wie der Deutsche Wetterdienst warnte.
Besonders in den Staulagen der Mittelgebirge soll es kräftig schneien. Dabei wird es noch einmal recht mild mit Werten knapp über dem Gefrierpunkt im Westen und Südwesten. Am Wochenende lassen die Schneefälle nach. Für die kommende Woche erwarten die Meteorologen verbreitet wieder strengen Nachtfrost. (dapd, stw, dg)
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28.01.2010
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Auf der B10 von Illertissen in Richtung Ulm staute es sich am Donnerstag schon vor Senden. Foto: jo
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