"Der Nussknacker": Ballettschule des Theaters feiert Premiere

Herzerfrischende Choreografie: Mit Tschaikowskis "Der Nussknacker" feierten 120 Schülerinnen der Ballettschule des Theaters einen schönen Erfolg bei der Premiere der Ballettschul-Gala im Theater Ulm.

CHRISTA KANAND |

Das Familienstück hat alles, was Märchen so brauchen: tanzende Schneeflocken, niedliche Mäuse, zackige Soldaten, Feen, Prinzen - und die wunderbare Clara. Die stürmisch gefeierte Premiere am Nikolausabend verzauberte mehr als 800 Zuschauer.

Was "Hänsel und Gretel" für die Oper, ist "Der Nussknacker" zur eingespielten Musik von Tschaikowski für das Ballett: der Weihnachtsklassiker schlechthin - mit Theaterschnee, Nebelschwaden und Lichterzauber. Gisela Montero i García, unter deren Leitung die Ballettschule am Theater zahlenmäßig und auch qualitativ einen enormen Aufschwung erfuhr, schuf für ihre Schützlinge eine neue Choreografie. Sie gestaltete mit Britta Lammers auch die Bühne und die Kostüme. In szenisch reibungslosen Übergängen, von vielen fleißigen Mütter-Händen hinter den Kulissen unterstützt, ergänzten sich Ballettschüler und vier Tänzer der Compagnie: Damien Nazabal, Pablo Sansalvador, das sprunggewaltige Energiebündel Lorenzo Angelini (russischer Prinz) und Yuhao Guo als schneidig eleganter Märchenprinz.

Applaus, Rampenlicht und große Bühne: Balletttänzer leben einen Traum. Auch Clara, ein zartes, junges Mädchen (supertalentiert die erst zehnjährige Milena Kyas), hat auf der Weihnachtsfeier zuhause unterm Baum mit Geschenken, Freundeskreis, Bruder Fritz (Miguel Knorr) und Mama (Regina Grüner) einen Traum: Der Nussknacker, den ihr die arrogante Tante (Mara Blazon) schenkt, wandelt sich nachts zum Märchenprinzen. Der Mäusekönig mit Untertanen, Flamenco- und arabische Tänzerinnen, Zigeuner- und Blumenmädchen, Zuckerfeen und trippelnde Chinesen passieren Revue. Ob in synchronen Gruppenformationen oder in Soli, in denen etwa Simone Walcher und Iara Winter do Santos im Spitzentanz reife Klasse zeigten. Die Magie der getanzten Träume endete im Tutti-Aufmarsch mit Blumen und Beifallstürmen.

Info Die Ballettschule zeigt "Der Nussknacker" wieder am 13. Dezember, 19 Uhr, und am 26. Dezember, 11 Uhr, sowie am 18. und 19. Juli 2015

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