Das neue Einlaufwerk steht
Ulm. Noch gelangen die Besucher des Französischen Dorfs nur einspurig zu den Parkplätzen auf dem Festgelände. Die Bauarbeiten für den Einlauf zum Donaudüker werden wohl erst Ende kommender Woche fertig sein.
Es hat länger gedauert als vorgesehen: Aber nun stehen die Arbeiten für das Einlaufwerk zum Düker, der Ab- und Regenwasser unter der Donau hindurch in Richtung Kläranlage Steinhäule leitet, vor ihrem Abschluss. "Die Belagsarbeiten auf der Zufahrtsstraße zum Volksfestplatz werden zurzeit durchgeführt", berichtet Michael Potthast, Betriebsleiter der Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (Ebu). Bis spätestens kommenden Freitag sollen sie abgeschlossen sein.
Allerdings müssen sich die Besucher des Französischen Dorfs, das gestern Abend eröffnet hat, bis dahin mit einer einspurigen Zufahrt zum Festgelände begnügen. Wer nach "Petit Paris" gelangen will, sollte seinen Wagen vielleicht besser auf dem Parkplatz Stockmahd abstellen.
Auch dort hatten die Ebu in den zurückliegenden Monaten einiges zu tun. Ihr großes unterirdisches Regenüberlaufbecken ist mittlerweile in Betrieb. Ein 2,4 Meter dickes und 850 Meter langes Rohr verbindet es mit dem neuen Einlaufwerk. In diesem Rohr lässt sich ebenfalls Wasser speichern, wenn es nach Starkregen zu kräftig angespült wird, um sofort durch den Düker auf die andere Donauseite zu gelangen. Dessen Kapazität ist durch die drei 0,80 bis 1,20 Meter dicken Röhren begrenzt, die unter der Donau hindurchführen.
Bisher dienten alle drei Röhren dem Abwassertransport. Das neue 2,6 Millionen Euro teure Dükereinlaufbauwerk, das ein etwa 50 Jahre altes Bauwerk ersetzt, leitet das Regenwasser nun durch das eine dicke Rohr. Das Regenwasser wird in den Reinzgraben gespült, der in der Donau mündet. Das Schmutzwasser wird durch die beiden anderen Röhren direkt ins Klärwerk geführt.
Die Bauarbeiten haben sich durch den langen und kalten Winter verzögert, berichtet Potthast weiter. Außerdem stießen die Arbeiter während ihrer Bauarbeiten an der östlichen Spitze der Friedrichsau auf eine Drainageleitung, von der keiner wusste. Sie lag unter den alten Zuleitungsrohren. Bis das Problem gelöst wurde, hatte das in dieser Leitung zusammengeströmte Wasser die Baugrube mehrmals überschwemmt. Alles in allen hat haben die Ebu 4,1 Millionen Euro in dieses Projekt investiert.
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Autor: JÜRGEN BUCHTA | 31.07.2010
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Bis gestern Nachmittag war die Zufahrt zum Festgelände voll gesperrt. Jetzt lässt sich das Französische Dorf einspurig anfahren. Foto: Oliver Schulz
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