DAV Neu-Ulm: Konzept für Kletterhalle steht

Neu-Ulm.  Der DAV Neu-Ulm will im Sommer mit dem Bau des größten Kletterzentrums der Region beginnen. Die Finanzierung ist noch nicht endgültig geklärt.

Die Sektion Neu-Ulm des Deutschen Alpenvereins (DAV) kommt mit den Plänen für eine neue Kletterhalle voran. "Alle nötigen Unterlagen sind erarbeitet, die Kosten detailliert ermittelt, die Förderanträge an alle Verbände verschickt", sagt der Vorsitzende Dieter Danks auf Anfrage. In der Mitgliederversammlung am 9. März wird er über den Stand der Dinge berichten. Die Kletteranlage, die an der Reuttier Straße auf einem unbebauten Grundstück zwischen Polizei, Finanzamt und Feuerwehr entstehen soll, wird das größte Kletterzentrum in weitem Umkreis. Der Bau wird rund 3,5 Millionen Euro kosten.

Der bayerische DAV-Hauptverein München, der auch einen Zuschuss zu den Baukosten geben soll, stehe voll hinter dem Konzept, berichtet Danks. Allerdings gebe es in der Finanzierung "noch eine offene Flanke": Der Bayerische Landessportverband (BLSV) habe noch nicht entschieden, ob er Kletteranlagen weiter fördert. Der DAV München stehe deswegen in Verhandlungen mit dem BLSV. Danks rechnet mit einer Entscheidung im Mai oder Juni. Sie wird unter Umständen Konsequenzen für den DAV Neu-Ulm haben, denn er hofft auf finanzielle Unterstützung auch durch den BLSV.

Sobald die Finanzierung endgültig steht, werden die Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung eingeladen: Dann sollen sie endgültig Ja zum Bau sagen. Die bisherigen Beschlüsse seien einstimmig gefallen, so dass der Vorstand auch weiter davon ausgeht, dass die Mitglieder hinter dem Vorhaben stehen. Auch die Neu-Ulmer Stadträte haben bereits grünes Licht für die neue Kletterhalle gegeben, die Stadt unterstützt den Bau ebenfalls. Sie stellt dem DAV das Grundstück im Erbbaurecht zur Verfügung und verzichtet mindestens zehn Jahre lang auf den Erbbauzins, wenn Neu-Ulmer Ganztagsklassen in der Halle trainieren können.

Um das Millionenprojekt stemmen zu können, will der DAV Neu-Ulm mit den beiden anderen Ulm/Neu-Ulmer Sektionen zusammenarbeiten. Es habe bereits Gespräche gegeben, berichtet Danks. Zusammen haben die drei DAV-Sektionen 11 000 Mitglieder.


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Autor: CHIRIN KOLB | 03.03.2010

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