DAV-Mitglieder geben Bauauftrag für Halle
Neu-Ulm. Die Mitgliederversammlung des DAV Neu-Ulm haben den Bau einer Kletterhalle beschlossen. Im Herbst 2011 soll die Anlage in Betrieb gehen.
Auf einem etwa 6500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Finanzamt und Feuerwehr soll an Reuttier- und Zeppelinstraße von Herbst an ein hochmodernes und wettkampftaugliches Kletterzentrum entstehen, das im Herbst 2011 in Betrieb gehen soll. Danks sprach denn auch voller Euphorie von einem „historischen Beschluss“ und einer „historischen Mitgliederversammlung“.
Die Finanzierung des etwa 3,5 Millionen Euro umfassenden Projekts war möglich geworden, nachdem der Hauptverein des DAV seine finanzielle Unterstützung zugesichert hatte. 1,15 Millionen Euro kommen vom Verband, der in bundesweiten Bedarfsanalyse den Raum Ulm/Neu-Ulm als geradezu perfekten Standort ausgewählt hatte. Der Hauptverein ist es auch, der die drei Sektionen Neu-Ulm, Ulm und SSV 46 nach zeitweisen Irritationen wieder an einen Tisch gebracht und ein Vereinbarung vorgeschlagen hat, die es den Ulmer und SSV-Mitgliedern gestattet, zu gleichen Konditionen die Halle zu benutzen, wie die Neu-Ulmer Mitglieder selbst.
Die Finanzierung steht, Vorsitzender Danks sprach von einem „wasserdichten Finanzplan“, der sogar noch einen Puffer bereit halte. Ab 2015 sollen schwarze Zahlen geschrieben werden, von 2020 an will die Sektion bereits wieder schuldenfrei sein. Grundlage hierfür ist ein an vergleichbaren Hallen angelegter und prognostizierte Besucherzahl, die bereits 2016 bei 75.000 Kletterern liegen soll. Im Vergleich dazu, kommen in die vorhandene Halle auf dem Wiley-Gelände gerademal 15.000 Besucher.
Die Halle bietet insgesamt 2600 Quadratmeter Kletterfläche (Wiley: 560), wovon 700 an den überdachten Außenwänden angebracht sein werden. Neben einem Bistro, einem Boulder-Zentrum, einem 16 Meter hohen Kletterturm, soll auch ein Kletterladen integriert werden.
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Autor: HANS-ULI MAYER | 14.07.2010
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