DAV-Hauptverein unterstützt Kletterhalle

Ulm/Neu-Ulm.  Der Bau der Kletterhalle auf dem Neu-Ulmer Nelsongelände rückt näher. Der DAV-Hauptverein hat seine finanzielle Unterstützung zugesichert.

Für den 1. September ist der Spatenstich auf dem Gelände zwischen Finanzamt und Feuerwehr geplant. Letztlich müssen nur noch die Mitglieder der Neu-Ulmer Sektion zustimmen, die kommenden Dienstag im Roncalli-Haus in der Ulmer Weststadt mit dem Thema beschäftigen werden – dann kann das DAV Kletterzentrum Donau-Iller gebaut werden.

Die letzte große Hürde hat das Projekt am vergangenen Wochenende bei der Verbandsratssitzung des DAV-Hauptvereins in München genommen. Dieses wichtigste Gremium des Alpenvereins hat den Neu-Ulmer Initiatoren einen Zuschuss und ein Darlehen in „jeweils deutlich 6-stelliger Höhe“ zugesichert, wie Hauptgeschäftsführer Thomas Urban auf Anfrage bestätigte. Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE dürfte die Unterstützung für den Neubau bei knapp 1,5 Millionen Euro liegen.

Wie berichtet, war es in den vergangenen Wochen zu Verstimmungen zwischen den drei in der Region bestehenden Sektionen Ulm, Neu-Ulm und im SSV Ulm 1846 gekommen, weil die Neu-Ulmer beschlossen hatten, das Projekt entgegen bisherigen Absprachen in alleiniger Regie anzugehen.

„Wir hätten uns auch einen Trägerverein aller drei Sektionen gewünscht“, sagt Urban, „können das aber nicht vorschreiben“. Der Hauptgeschäftsführer ist beauftragt worden, den Graben zwischen den drei Sektionen wieder zu schließen. „Die entstandene Unruhe ist aus unserer Sicht unnötig“, sagt der gebürtige Ulmer, der überdies noch selbst Mitglied in der SSV-Sektion ist.

Aus seiner Sicht geht es jetzt darum, einen „fairen Nutzungsvertrag“ auszuhandeln. Der könnte so aussehen, dass sich die Sektionen Ulm und SSV praktisch in das Projekt einkaufen und ihren Mitgliedern so über viele Jahre gleiche Bedingungen ermöglichen, wie denen des Trägervereins. „Wir wollen verhindern, dass die ihre Mitglieder nach Neu-Ulm verlieren“, sagte Urban.

Die Halle soll Wettkampfniveau auf nationaler Ebene entsprechen, und muss mindestens drei Tage im Jahr für Landes- oder Bundesmeisterschaften zur Verfügung gestellt werden. Es sollen etwa 2500 Quadratmeter Kletterfläche entstehen – mit Routen bis zu 26 Metern Länge und 16 Metern Höhe.


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Autor: HANS-ULI MAYER | 07.07.2010

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