Bahntransport von Ulm in Richtung Triest wird 2013 eingestellt
Der Container-Transport per Bahn zwischen Ulm und Triest wird eingestellt. Jetzt werden die Container erst in München auf die Gleise gesetzt.
Autor: JÜRGEN BUCHTA |Das Aus kam völlig überraschend. Gerade hatte sich der Umschlag im Ulmer Container-Bahnhof in Richtung Adria-Hafen Triest so gut entwickelt, dass der wöchentlich verkehrende Zug voll ausgelastet war, da erreichte die Mannschaft die Nachricht von der Einstellung dieses Betriebs.
"Ab Januar erfolgt eine Bündelung der Mengen Ulm-Beimerstetten mit den Mengen für München- Riem, um eine bessere Auslastung der Züge zu gewährleisten", heißt es in dem Schreiben der Rail Cargo Austria, die den Zug fährt. "Durch die Bündelung und Mitnahme der Container über unseren München- Zug ergeben sich für Sie im Import und Export dichtere Abfahrtsmöglichkeiten. Das vorhandene Containervolumen wird viermal pro Woche via München-Riem für Sie transportiert."
Folglich müssen künftig alle Container von Ulm nach München via Lastwagen transportiert werden. Der Betreiber, die Firma T.O. Delta, argumentiert in diesem Zusammenhang mit betriebswirtschaftlichen Aspekten.
Damit ist der Container-Bahnhof völlig vom europäischen Schienennetz abgehängt. Nach einem ersten vergeblichen Anlauf im Jahr 2007 waren im Frühjahr 2010 kurzzeitig Container zwischen Ulm und Mailand während der Nacht befördert worden. Dann ging die Firma pleite, den Ulm-Melzo-Shuttle betrieb. Ein im Frühjahr gestarteter dritter Versuch, eine Direktverbindung zwischen dem Containerbahnhof und den norditalienischen Städten zu schaffen, kommt nicht vom Fleck.
Vom kommenden Jahr an verkehren dann nur noch die Züge zu den Nordseehäfen nach Bremerhaven und Hamburg. Sowie nach Köln, von wo aus die meisten in Ulm aufgegebenen Container weiter zum Nordseehafen in Rotterdam gebracht werden.





