Aus für die Teilefertigung von Kögel in Ulm
Ulm. Die Teilefertigung des insolventen Anhängerherstellers Kögel im Donautal kann nun doch nicht gerettet werden. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz schließt die Fertigung Ende Januar, weil sie nach seinen Worten von Februar an rote Zahlen geschrieben hätte.
Von den 14 Mitarbeitern wechseln zehn für sechs Monate in eine Qualifizierungsgesellschaft. Drei Mitarbeiter, darunter zwei unkündbare Betriebsräte, werden auf Abteilungen wie Logistik und Reparatur aufgeteilt, einer wechselt zu einem Kunden. Die Teilefertigung konnte die neue Kögel-Gesellschaft unter der Regie des Nutzfahrzeugherstellers Humbaur nicht als Kunden gewinnen, auch Altkunden wie Kamag gingen verloren.
Der veraltete Maschinenpark verhindere eine rentable Produktion, sagte Geiwitz. Betriebsrat und IG Metall hätten der Schließung zugestimmt. Beim Verkauf der Bereiche Ersatzteillogistik (16 Mitarbeiter) und Reparatur (18) steht Geiwitz nicht unter Druck und will mit den Kaufinteressenten "in den nächsten zwei, drei Monaten" zu einer Einigung kommen. Er sucht in diesem Zusammenhang auch nach einer Lösung für das Kögel-Grundstück in der Steinbeisstraße, das einer Objektverwaltungsgesellschaft gehört. Vom Donautal aus wechseln noch 23 Mitarbeiter des Gebrauchtwagengeschäfts an den Standort des Auffangunternehmens nach Burtenbach. Bisher waren im Werk Ulm noch 71 Mitarbeiter tätig. kö
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30.01.2010
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Kommentare (1)
Nicht aus der Pflicht entlassen
Gemäß der Insolvenzordnung gilt, dass das angerufene Gericht von Amts wegen zu ermitteln hat, ob Zahlungsunfähigkeit eingetreten ist oder nicht (BGH, Az.: IX ZB 36/07). Weil nach wie vor die Kögel Fahrzeugwerke GmbH i. I. eine Antwort auf die Frage insbesondere durch die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie in Nordwürttemberg/Nordbaden nach einer so genannten Sonderregelung schuldig bleibt, entlässt dieser sich aus Grundgesetzartikeln speisende Umstand das Insolvenzgericht in Neu-Ulm nicht aus seiner Pflicht, tätig zu sein.